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Der neue Tod

von Alexander Karl

Einschusslöcher, Blutlachen und Co. gehören heute zu einem guten Krimi dazu. Der Zuschauer soll immerhin wissen, was dem Toten passiert ist. Die amerikanische Serie ‚Six feet under‘ setzte neue Maßstäbe im Umgang mit dem Tod und der expliziten Darstellung von Toten. Doch auch beim deutschen ‚Tatort‘ wird nicht mehr auf dezente Tode und Tote gesetzt.

Tatort Deutschland

„Im Verlauf der untersuchten 40 Jahre hat sich die Bebilderung des Todes deutlich verändert. Die Todesdarstellungen sind heute so intensiv und direkt wie nie zuvor“, sagt der Kommunikationswissenschaftler Stephan Völlmicke. Für seine Doktorarbeit „Vierzig Jahre Leichenshow – Leichenschau. Die Veränderung der audiovisuellen Darstellung des Todes im Fernsehkrimi TATORT vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels im Umgang mit Sterben und Tod“ untersuchte er 82 Tatort-Folgen von NDR und WDR und stellte fest, dass der Tod heute weithin aus der naturwissenschaftlichen Perspektive betrachtet wird. „Der Tatort war schon immer ein Spiegelbild der Gesellschaft. Die aktuellen Todesdarstellungen sind ein Seismograph für den gesellschaftlichen Umgang mit Sterben und Tod“, so Völlmicke. Die Dialoge sind etwa viel häufiger gespickt mit wissenschaftlichen Termini und auch das heute vierfach häufigere Auftreten von Gerichtsmedizinern lässt den Kommunikationswissenschaftler zu der Schlussfolgerung kommen, dass „[d]ie ausgeprägten und direkten Darstellungen der Leichen im Tatort gleichzeitig ein Ausdruck der Profanisierung des Todes in der Gesellschaft“ sind.

Six feet under

„Die älteren Darstellungen des Todes im Fernsehen werden nicht ersetzt, sondern erweitert. Die neue Sichtbarkeit des Todes geht einher mit der »Bildung« des Wissens über den Tod“, schreibt Tina Weber und verweist dabei vor allem auf die US-Erfolgsserie Six feet under. „Six Feet Under – Gestorben wird immer“, erdacht von Alan Ball (der derzeit mit ‚True blood‘ für Furore sorgt) lief in den USA von 2001-2005 und beschreibt das Leben von Familie Fisher, die ein Bestattungsunternehmen führen. Nach dem Tod des Vaters Nathaniel sollen sein schwuler (aber zunächst nicht geouteter) Sohn David und der abenteuerlustige Nate das Familienunternehmen weiterführen.

Doch der Tod ist hier – anders als bei CSI und Co. – nicht nur der Ausgangspunkt für Ermittlungen oder forensische Untersuchungen. Vielmehr geht es um das Leben, die Liminalität und den Tod, was bereits die Eröffnungssequenz zeigt:

Wie Kim Akass und Janet McCabe herausarbeiten, findet sich im Intro eine Vielzahl von klinischen und forensischen Bildern, aber eben auch mystische Darstellungen: Die sich trennenden Hände, Raben und Grabsteine sind ein Kontrast zu den Tupfern und Einbalsamierungsflüssigkeiten. Und diese Kontraste werden in der Serie immer weiter fortgeführt: Im Piloten werden die Erzählstränge durch amüsante und satirische Werbeclips zu Leichenwagen aufgelockert, was ab der zweiten Episode durch einen einführenden Todesfall ersetzt wird. Auch dieser kann teilweise überraschend und amüsant sein: So wird etwa ein in der 5. Staffel ein Mann von seinem eigenen Auto überrollt, während er sich aus der Wagentür lehnt um eine Zeitung aufzuheben.

Gleichzeitig aber bildet der sterile ‚prep room‘, in dem die teilweise schlimm zugerichteten Leichen wieder hergerichtet werden einen von der Öffentlichkeit versteckten Blick auf die Arbeit an dem toten Körper. So erfährt der Zuschauer aber auch, wie nach dem Tod mit den Leichen umgegangen wird. Wie eine Studie beweist, kann die Rezeption von Six feet under dabei helfen, dass die Angst um den Umgang mit dem Körper nach dem Tod vermindert wird.

Aber ähnlich wie der Tatort in Deutschland stellt ‚Six feet under‘ auch einen Spiegel im Umgang mit dem Tod da: Vom Konkurrenz-Kampf der Bestattungsunternehmen bis hin zur Darstellung der Auswahl an Särgen wird der Versuch unternommen, dem Sterben und der Trauer ein realistisches Gesicht zu geben.

 

Foto: kaibieler / photocase.com

Im Netz zu Hause

von Alexander Karl

Vor 10 Jahren schuf Marc Prenzky eine Unterscheidung, die sich noch heute in der Medienwissenschaft größem Zuspruch erfreut: Die Digital Natives – jene Generation, die in einer multimedialen (Internet-)Welt aufgewachsen ist – und die Digital Immigrants, die die vorhergehenden Generationen darstellen. Aber gibt es sie wirklich, die strickte Trennung? Oder ist alles viel komplexer?

Digital Natives vs. Digital Immigrants

Versucht man die beiden Gruppen stereotyp zu beschreiben, könnte man es frei nach Prenzky wohl so machen:

Digital Natives hören Musikvideos auf Youtube, posten den Link bei Facebook und warten darauf, dass ihre Freunde ‚Gefällt mir‘ klicken. Sie schreiben Blogs und Essen nebenbei, während diverse Chatprogramme laufen.

Digital Immigrants drucken Mails aus und wenn eine Antwort zu lange dauert, rufen sie den Empfänger an und fragen, ob die Mail angekommen ist. Und sie hätten am liebsten zu jedem Computerprogramm eine Bedienungsanleitung, anstatt einfach auszuprobieren.

Der Kontrast ist deutlich und schnell wird klar: Digital Natives sind wir (Studenten und all jene, die man als Generation Y bezeichnet), wohingegen die Digital Immigrants alle vorhergehenden Jahrgänge darstellen. Während die Natives also online als Muttersprache sprechen, müssen die Immigrants sich zunächst an die Terminologie gewöhnen – und verstehen, dass die Students, wie Prenzky die Gruppe nennt, anders ist als alle vorhergehenden: „Our students have changed radically. Today’s students are no longer the people our educational system was designed to teach.“

Die Studenten – und allgemein die Jugend – ist mit digitalen Angeboten aufgewachsen, an die die Generation vor uns noch nicht einmal zu denken gewagt hat (außer natürlich, man heißt Steve Jobs). Prenzky spricht in seinem Report von 2001 von Video-Spielen und dem Internet im Allgemeinen, die uns faszinieren. Heute, 10 Jahre später, würde man wohl auch Facebook hinzufügen, was nicht nur die Online-Zeit der User in die Höhe schließen lässt, sondern die Kommunikationsstruktur aller User verändert.

Prenzky zielt in seinem Report aber vor allem auf die Frage ab, wie medienaffine Jugendliche zielgerichtet und erfolgreich unterrichtet werden können – und das zumeist von Digital Immigrants, die nicht verstehen, dass man beim Lernen (oder Blog-Schreiben) Musik hören kann, ohne sich nicht zu konzentrieren. Das, so Prenzky, liegt aber nur daran, dass die Digital Immigrants es eben nicht können:

„Of course not – they didn’t practice this skill constantly for all of their formative years. Digital Immigrants think learning can’t (or shouldn’t) be fun. Why should they – they didn’t spend their formative years learning with Sesame Street.“

Aber: Wie soll diese Kluft zwischen Muttersprachlern und Fremdsprachlern geschlossen werden, gerade dann, wenn die Fremdsprachler die Muttersprachler unterrichten? Prenzky meint, dass die Digital Immigrants die Sprache der Digital Natives lernen und den Unterrichtsstoff dementsprechend anpassen müssen:

„In geography – which is all but ignored these days – there is no reason that a generation
that can memorize over 100 Pokémon characters with all their characteristics, history and
evolution can’t learn the names, populations, capitals and relationships of all the 101
nations in the world. It just depends on how it is presented.“

 

Wer sind wir? Wer sind die Digital Natives?

Studenten der Kansas State University haben sich 2007 die Frage gestellt, wer sie sind, wie sie mit digitalen Medien umgehen und kamen zu eindeutigen Ergebnisse, in denen sich wohl jeder Student der 2000-Jahre wiederfinden kann:

Die Studenten werden nur 8 Bücher im Jahr lesen, dafür 2300 Webseiten und fast 1300 Facebook-Profile. Die Studenten aus Kansas sind nicht nur Teil des Medien- und Lebenswandels, sie bezeugen ihn auch eindrucksvoll in ihrem Video.

 

Doch zu Prenzkys eindeutiger Abgrenzung gibt es auch Gegenstimmen. Simson Garfinkel widerspricht Prenzky, dass generell alle Jugendliche automatisch Digital Natives werden. Um bei der Analogie der Natives und Immigrants zu bleiben: Garfinkel meint, dass sich alle Jugendliche gezwungenermaßen in die Internet-Welt eingebürgen lassen – denn wenn sie es nicht tun, werden sie zu Randständigen.

„The difference between these old fogies and today’s teens is that, for many teens today, learning to use a computer is no longer optional. The teachers in my town’s high school refuse to accept papers unless they are typed on a computer.“

Wer aber nicht mit Computer oder Internet dienen kann, kann schnell isoliert werden (bestes Beispiel ist mal wieder Facebook). Ihm fehlt auch die Möglichkeiten, sich zu (wichtigen politischen) Themen zu informieren – und schon muss man sich mit dem Thema des Digital Divide auseinander setzen.

 

Foto: photocase.de / misterQM

E-Books: Probleme und Hoffnungen

von Alexander Karl

E-Books waren das Thema der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Doch der Marktanteil in Deutschland ist noch immer verschwindend gering: Im ersten Halbjahr 2011 lag er – je nach Quelle – zwischen 0,7 und 1,5 Prozent des Buchmarkts, eine aktuelle GfK-Studie sah den Umsatz bei 13 Millionen Euro.

Was sind die Probleme der digitalen Bücher und wo besteht Hoffnung auf Besserung?

Problem Nummer 1: Geringe Nachfrage.

Kassenschlagen wie Frank Schätzings ‚Limit‘ sind im virtuellen Buchladen noch immer die Ausnahme: Über 10.000 mal wurde das Buch gekauft. Doch Bücher, die es nicht auf die Bestsellerliste geschafft haben, werden nur im zwei- oder dreistelligen Bereich gekauft. Wenn überhaupt. In den USA sieht das ganz anderes aus: Zehn bis zwölf Prozent des Buchhandelsumsatzes werden dort mit E-Books gemacht, so Buchmarktexperte Holger Ehling zur Deutschen Welle.

Problem Nummer 2: Das Angebot.

In Apples App-Store gehen viele Bücherangebote schnell unter, sagte Lutz Dursthoff, Cheflektor Sachbuch bei Kiepenheuer & Witsch, dem Spiegel. Denn unter den beliebtesten Apps finden sich nur selten Bücher, sondern eher Spiele. Im iBookstore hingegen tauchen die multimedial aufbereiteten Bücher (im Fachjargon enhanced ebooks) nicht auf – und so erfährt der Kunde in den seltensten Fällen von deren Existenz. Der Praxisbericht von Wolfgang Tischer zeigt aber wie einfach es ist, mit wenigen Verkäufen in den Top 100 der E-Book-Charts bei Amazon zu landen. Das spricht wiederum nicht wirklich für eine große Nachfrage…

 

Problem Nummer 3: Die Aufbereitung.

Die großen Verlage haben riesige Archive voll mit literarischen Schätzen – doch oftmals sind diese nicht digitalisiert, weshalb Satz und Umbruch neu gemacht werden müssen. Das kostet Zeit und Geld. Außerdem fehlt in vielen Verträgen ein Paragraph zur elektronischen Nutzung. Es muss also nachverhandelt werden und auch das kostet. Warten die Verlage damit aber zu lange, könnte das zur Folge haben, dass interessierte Leser sich die Bücher auf illegalem Weg holen. Und was das für Folgen hat, weiß die Musikindustrie.

 

Hoffnung Nummer 1: Enhanced Books.

Der Nutzen von Hyperlinks ist nicht nur Bloggern bekannt; auch in der Literatur werden sie immer öfter genutzt. So findet sich das digitalisierte Tagebuch des deutschen Autoren Erich Mühsam nicht nur im Netz – es ist auch angereichert mit vielen Querverweisen zu bekannten Persönlichkeiten. Spinnt man diese Idee weiter, gelangt man schlussendlich zu den sogenannten enhanced books, also Büchern mit Zusätzen. Dank iPad und Co. können Bücher nun zu multimedialen Erlebnissen werden. Ranga Yogeshwar Buch kommt etwa als mulimediale App daher, mit kreativer Menüführung und kreativen Clips.

Hoffnug Nummer 2: Billigere Geräte.

Das Kindle für 99 Euro, den Weltbild eBook Reader 3.0 für 59,99 Euro – das sind Kampfpreise für Lesegeräte.  So sehen das auch viele Experten, etwa Per Dalheimer, Geschäftsführer des E-Book-Händlers libri.de. Er sagte dem Focus: „Der jüngste Preisrutsch bei den Geräten führt dazu, dass E-Book-Reader künftig eher verschenkt werden als bisher.“ Denn: Weihnachten naht und so sein Kindle macht sich unter dem Baum gut.

Foto: © Frankfurter Buchmesse / Alexander Heimann

Seth Cohen – Ein Held mit Spielzeugpferd?

von Alexander Karl

Wer ist eigentlich Seth Cohen? Das fragt sich nicht nur Summer Roberts in der ersten O.C. California-Folge. Sie weiß nicht, dass sie seit Kindheitstagen von Seth angebetet wird. Doch leider hat sie ihn noch nicht wahrgenommen. Die Frage aber ist: Hätte sie es lieber getan? Sollte Summer wissen, wer Seth ist? Aber wer er selbst ist, auch das weiß Seth noch nicht so richtig. Ein jüdischer, zynischer und ironischer Junge mit Spielzeugpferd namens Captain Oats? Oder der tobende, kämpfende und über seine Grenzen wachsende Mann, der Seth dann ist, wenn seine Freunde oder die Liebe in Gefahr sind?

Die Vielschichtigkeit von Seth

So richtig wird man als Zuschauer nicht schlau aus dieser Figur, aber gleichzeitig macht sie genau das so unglaublich sympathisch und authentisch – Seth ist kein Stereotyp, sondern ein Original, ein Charakter. Seth ist nicht nur Teil der Handlung über das Leben einer reichen Familie in Kalifornien, er ist ein Medium und Figur. Sein Musikgeschmack beeinflusst Serie und Zuschauer, seine kantig-humorvolle Art dient als Gag der Serie, seine Außenseiterrolle und der Weg daraus als Leitbild für Millionen Fans. Aber ist Seth wirklich ein Held? Ein Held mit Spielzeugpferd?

An dieser Stelle muss zwangsläufig auf Jens Eders‘ „Die Figur im Film: Grundlagen der Figurenanalyse“ verwiesen werden, mit dessen Buch man Seth auf die Psychologen-Coach legen und komplett analysieren könnte. Doch bei vier Staffeln O.C., fällt einiges an Gesprechsbedarf an, weshalb ich nur die wichtigsten Punkte nenne, mit denen man Seth untersuchen kann:

1) Er ist anders als die anderen. Seth ist bestimmt nicht der Prototyp eines Mannes, stattdessen trägt er eindeutig weibliche Züge an sich. Seth ist eitel, selbstverliebt – aber gleichzeitig auch verletzlich und reflektiert immer wieder sein Handeln. Und vor allem spricht er darüber. Nicht selten nimmt er sich den eher stummeren (und maskuliner wirkenden) Ryan zur Brust und sucht seinen Rat (nach Eder: Ebene der fiktiven Figur).

2) Seth ist in gewisserweise der Prototyp eines Losers. Er wird von Klassenkameraden gemobbt und verprügelt, zumindest solange, bis Ryan kommt. Als Comic-Fan wirkt er bewusst verschroben und ist ein klarer Außenseiter – was immer wieder im Kontrast zu den Mitgliedern des Wasserball-Teams deutlich wird. Doch damit ist er auch ein Rebell, der sich gegen die Normen der O.C.,-Welt auflehnt. Vordergründig zählt dort nämlich der schöne Schein (nach Eder: Ebene des Symbols).

3) Seth birgt – eben aufgrund seines Charakters und seiner Einstellung – ein Konfliktpotenzial. Zum einen mit der Newport-Welt, in der er aufwächst, aber verabscheut. Aber auch in seinem privaten Leben. Seine unerfüllte Liebe zu Summer, die später zu einem Wechselbad der Gefühle mutiert, wird bereits in der ersten Folge angedeutet. Auf den ersten Blick passen Seth und Summer kaum zusammen, auf den zweiten dann aber schon. Und hier kommt auch Seths Spielzeugpferd Captain Oats ins Spiel: Summer selbst besitzt quasi das Gegenstück, nämlich Princess Barkle (nach Eder: Ebene des Artefakts).

4) Seth repräsentiert auf den ersten Blick zwar weniger das gänige Männerbild als Ryan, auf den zweiten Blick bietet er der Jugend aber wohl mehr Projektionsfläche als der Junge aus Chino. Denn er ist Teil der Generation Y, die, der Generation X nachfolgend, meist die Geburtenjahrgänge 1977 bis 2002 umfasst, nach manchen Definitionen auch jene von 1978 bis 1989 . Diese Generation ist zielstrebig, selbstbewusst, steht für Wandel und In-Frage-Stellen von Konventionen. Und genau das macht auch Seth. Er ist kein Stereotyp; er verstößt gegen viele Männerbilder und die der Upper-Class. Angefangen von seinem Kleidungsstil bis zu seiner Art ist er individuell und keinesfalls ein Abklatsch eines gängigen Bildes (nach Eder: Ebene des Symtoms).

 

Ist Seth nun ein Held?

Geht man nach Joseph Campbell, so ist Seth tatsächlich ein Held. In „Der Heros in tausend Gestalten“ heißt es:

„Der Held ist deshalb der Mensch, ob Mann oder Frau, der fähig war, sich über seine persönlichen und örtlich-historischen Grenzen hinauszukämpfen zu den allgemein gültigen, eigentlich menschlichen Formen“. (Campbell, 1999: 26)

Um aber zum Held zu werden, kämpft Seth primär gegen sich selbst. Seth Cohen ist also bestimmt kein Held, der sich selbst als Held sehen würde – vielmehr ist er nach Christopher Vogler ein unwilling hero:

„Full of doubts and hesitations, passive, needing to be motivated or pushed into the adventure of outside forces” (Vogler, 1999: 45).

Seth steht also sicher nicht auf einer Ebene mit Spider- oder Superman (obwohl er ironischerweise Summer mit Spiderman-Maske küsst). Er ist eher ein Alltagsheld, einer wie wir – nur eben mit Spielzeugpferd.

Literatur zur Figurenanalyse:

Campbell, Joseph (1999): Der Heros in tausend Gestalten. Insel Verlag Frankfurt am Main.

Eder, Jens (2008): Die Figur im Film: Grundlagen der Figurenanalyse. Schürer Verlag,  Marburg.

Vogler, Christopher (1992): The Writer’s Journey: Mythic structure for storytellers & screenwriters. Michael Wiese Productions, Studio City.