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Authentizität im Influencer Marketing

Produktvorstellungen, Rabattcodes und gesponserte Beiträge sind auf der sozialen Plattform Instagram wohl mittlerweile kaum mehr wegzudenken. Wenn Instagram von Werbung und gesponserten Beiträgen überschwemmt wird, leidet die Glaubwürdigkeit und Authentizität der Influencer und Werbepartner darunter. Die Stuttgarterin Sara wirbt als Influencerin für verschiedene Produkte in ihrer Story und in Posts. Im ersten Beitrag der Reihe rund um das Thema Online Marketing erzählt Sara uns, wie sie dazu kam und wie sie über den aktuellen Influencer Markt denkt.

Instagram – das Zuhause der Digital Natives

Die Mischung aus Fotobuch und audiovisueller Plattform wird 2019 von weltweit einer Milliarde Menschen genutzt. Die sogenannten „Digital Natives“ nutzen Plattformen wie Instagram nicht nur privat, um sich selbst oder Interessen zu präsentieren, sondern auch beruflich, um sich zu vernetzen.

Memes: Generationen im Kommunikations-Konflikt

Auf den ersten Blick wirken Memes wie ein banales Internetphänomen: Ein semi-lustiges Bild mit einer bedeutungsarmen Phrase, oft losgelöst von jeglicher Syntax – fertig ist der Witz en vogue. So einfach ist es dann aber doch nicht, denn was diese Definition vergisst, ist ein nicht ganz unwichtiger Faktor: Memes sind die Stimme einer Generation, die lange mundtot schien.

Selbstdarstellungswahn im Netz – alles nur Fassade?

Ständig posten wir Bilder von uns auf irgendwelchen Social Media Plattformen und halten unsere Follower auf dem Laufenden. Nicht, dass jemand übersieht wie gut wir heute aussehen, oder dass wir gerade den Urlaub unseres Lebens machen. Wir möchten dem Rest der Welt mitteilen wer wir sind – beziehungsweise wer wir gerne wären. Doch wie genau kann das aussehen und zu welchen Mitteln wird dabei gegriffen?

Instagram als Plattform der Sichtbarmachung

Instagram ist die Bühne für Selbstvermarktung und Selbstdarstellung. Dabei haben sich Inszenierungsmuster etabliert, die nicht nur zum Verlust von Authentizität und Individualität führen, sondern auch zu einem schädlichen Perfektionismus. Als (audio-)visuelle Plattform birgt Instagram jedoch auch großes Potenzial in sich, nämlich die Möglichkeit, Dinge zu zeigen, die sonst keine mediale Repräsentation finden.

Instagram: Im Gespräch mit einer Influencerin

Instagram spielt eine enorme Rolle –  sowohl für Privatleute, als auch für Unternehmen. Das Bindeglied: Influencer*innen. Oftmals kritisch diskutiert als eine Plattform der Selbstdarstellung, die unseren Alltag, unser Denken und Handeln beeinflusst, wollen wir Instagram nun aus einer anderen Perspektive betrachten und wagen einen Blick hinter die Influencerkulissen.

Das Geschäft mit Social Media: Die Musikbranche passt sich an!

Ein Live-Konzert, ein Auftritt im Fernsehen oder im Radio: In der Welt eines Musikers gibt es viele Bühnen, die er betreten mag, doch eine ganz besondere ist in den letzten Jahren hinzugekommen, die des Social Media. Sie verspricht eine exklusivere Nähe zwischen den Künstlern und der Öffentlichkeit, doch scheint dahinter nicht nur ein sozialer Akt zu stehen, sondern eine Marketingstrategie, die für die Musikbranche zum Pflichtprogramm geworden ist.

„Insta“gram – der perfekt inszenierte Augenblick

Wir alle kennen es, viele unserer Generation sogar noch aus den Anfängen. Damals, als Instagram noch instant war – wie der Name impliziert, der sich aus „instant camera“ (Sofortbildkamera)  und „telegram“ (Telegramm) zusammensetzt. Instant, also sofortig. Ein Schnappschuss, ein eingefangener Augenblick, direkt entwickelt. Eine Momentaufnahme. Authentisch.

SocialMedia

Wer hat hier Social Media Marketing nicht kapiert?

Social Media Marketing kann auch mal ganz anders funktionieren. Dafür braucht man keine teuren Seminare buchen. Und keine Agentur nach ihren Standardrezepten fragen. Wie das geht, zeigt der analytische Blick auf die Auseinandersetzung zwischen dem irischen Hotel- und Cafébesitzer Paul Stenson und Elle Darby, Social Media Influencer im Bereich Fashion und Beauty. Spoiler: Der Cat Fight hatte einen eindeutigen Sieger.

Wie startet nun die neue Woche?

von Caroline Wahl

Wie soll nun die neue Woche starten? Für Georg Simmel ist die „psychologische Grundlage, auf der der Typus großstädtischer Individualitäten sich erhebt, […] die Steigerung des Nervenlebens, die aus dem raschen und ununterbrochenen Wechsel äußerer und innerer Eindrücke hervorgeht“ (S. 116). So ist der Mensch in der Großstadt einer ständigen Reizüberflutung ausgesetzt, die ihn zunächst überfordert. Er fühlt sich fremd und die Stadt erscheint ihm wie ein Labyrinth. Und das ist der entscheidende Unterschied zwischen der aufkommenden Großstadt Anfang des 20. Jahrhunderts und unserer Medienwelt. Marie fühlt sich weder fremd noch überfordert, wenn sie sich von einer Datingapp über eine Lernplattform zu Twitter treiben lässt. Vielmehr ist alles irgendwie vertraut und natürlich. Statt wie ein Labyrinth erscheint die Medienvernetzung wie ein Wegweiser, der Marie zu jeder Zeit mit unzähligen Möglichkeiten unterschiedliche Richtungen aufzeigt. Und Marie ist kein Einzelfall. Viele erkennen sich vermutlich ein bisschen in Marie wieder, manche mehr manche weniger. Auch mein Tag beginnt und endet mit meinem iPhone. Und das macht mir Angst. Früher war alles noch aufregend. Das erste Mal etwas von meinem Vater bei eBay bestellen lassen oder über icq mit Mitschülern chatten. Aber heutzutage ist es selbstverständlich zu jedem Zeitpunkt, an jedem Ort Medien zu nutzen. Wenn man einen Rucksack in der Stadt kaufen geht, muss man das erst einmal rechtfertigen. Im Internet bekommt man es ja schließlich viel einfacher, schneller und billiger.

Wir haben keine Distanz mehr zu den Medien und uns ist nicht einmal vollkommen bewusst, wie sie ein Teil von uns geworden sind. Und das ist nicht richtig. Es ist nicht natürlich, sein Smartphone zu zücken, wenn man etwas Schönes erlebt um es auf Instagram, Facebook oder Snapchat hochzuladen. Es ist nicht natürlich sich mit seinen Freunde mit GefälltMir-Däumchen zu streiten. Medien sind toll. Und ich möchte sie auch nicht missen. Sie machen wirklich vieles unendlich leicht und sind sehr unterhaltsam. Aber wo sind die Grenzen? Wie viel Besitz dürfen sie von uns nehmen? Wie abhängig sind wir wirklich von ihnen? Der Mensch hat sich vor 113 Jahren in der Großstadt fremd gefühlt. Fremdheit ist sicherlich kein erstrebenswertes Gefühl, aber es ist manchmal gewinnbringend. Es ermöglicht uns die Umwelt aus einer gewissen Distanz zu betrachten. Vielleicht wäre es gut, einfach mal ein Schritt zurück zu gehen von dem Mediennetz und versuchen Distanz zu gewinnen. Vielleicht wäre es gut, einen Schritt zurück zu gehen und sich sein Medienverhalten fremd anstatt zu eigen zu machen, es zu hinterfragen. Will ich jetzt wirklich ein Foto von meinem Frühstücksbrei knipsen um es hinterher mit der Beschreibung „#porridge#geil#healthy“ auf Instagram hochzuladen? Vielleicht wäre es gut, einfach mal einen Schritt zurückzugehen und das Spinnen in seine Grenzen zu weisen.

Foto: flickr.com/mathias hielscher (CC BY-NC-ND 2.0)