Alexander Karl sprach mit media-bubble.de über seinen Jugendroman, Authentizität und die große Liebe.
Alexander Karls Buch „Real Me – Die Suche nach dem wahren Ich“ erschien am 06.06.2012 und ist überall im Buchhandel erhältlich.
https://media-bubble.de/pictures/NEU_MediaBubble_Logo-300x93-1.png00Sanja Döttlinghttps://media-bubble.de/pictures/NEU_MediaBubble_Logo-300x93-1.pngSanja Döttling2012-06-06 20:26:502015-06-15 19:24:14Jungautor Alexander Karl im Interview mit media-bubble.de
Die Tagesschau will endlich für junge Menschen attraktiv werden. Richtig gelesen, die Tagesschau, die noch immer in einem nicht-virtuellen Studio gedreht wird, die Tagesschau, bei der die Moderatoren noch mit gelben Nachrichtenzetteln hantieren, die Tagesschau, die seit einem halben Jahrhundert den Abend „eingongt“.
Ja, genau diese Tagesschau versucht wieder einmal, das junge Publikum für sich zu interessieren. Wie? Mit der tagesWEBschau. Das bedarf einer medienkritischen Betrachtung.
tagesWEBschau? Was ist denn das?
Die tagesWEBschau ist eine dreiminütige Nachrichtensendung, die seit dem 4. Juni 2012 täglich auf dem digitalen ARD-Nachrichtensender tagesschau24 (ehemals EinsExtra) ausgestrahlt wird. Im Internet ist sie über den tagesWEBschau-Player zu erreichen. Die Sendung wird nicht – wie das Mutterformat Tagesschau – moderiert, sondern setzt sich aus drei kompakten Beiträgen zusammen. Es besteht eine starke Ähnlichkeit zu einem anderen Angebot der ARD, der „Tagesschau in 100 Sekunden“.
Thematisch soll die Sendung vor allem internetaffine Junge ansprechen, so Radio-Bremen-Intendant Jan Metzger:
Die tagesWEBschau ist eine kleine Schwester der Tagesschau. Wir werden die Themen des Tages aufgreifen, aber durch den Blickwinkel des Netzes erzählen […]. Darüber hinaus werden wir Inhalte berücksichtigen, die im Netz aktuell sind und die Gemeinde bewegen, aber für die große Tagesschau und das Publikum um 20 Uhr eher weniger wichtig sind. Das alles mixen wir zu einem Format, das die Informations-Qualität der Tagesschau mit der Lebenswelt der Jungen und der Netzaffinen verbindet.
Dabei soll die Komponente der sozialen Interaktion nicht zu kurz kommen. Der tagesWEBschau-Player ist mit drei sozialen Netzwerken verbunden: Facebook, Google und Twitter.
Premiere im Fernsehen ist täglich um 17 Uhr auf tagesschau24, danach kann man die tagesWEBschau abends auf EinsPlus und Einsfestival sehen. Die Sendung befindet sich aktuell in einer sechsmonatigen Testphase. media-bubble.de hat die tagesWEBschau getestet.
Der Praxis-Test.
Viele euphorische Worte, doch hält die neuste Innovation der ARD auch das, was sie verspricht?
Der tagesWEBschau-Player ist schnell gefunden: Auf tagesschau.de weißt ein gut erkennbarer Kasten auf die neue Sendung hin, der mit sofort zum Ziel leitet. Es öffnet sich eine moderne, übersichtlich gestaltete Seite mit einem großen „Play“-Button in der Mitte.
Erstes Urteil: Interface: top!
Der Button ist gedrückt, die Sendung läuft. Drei Themen kurz, prägnant und verständlich dargestellt. Auf den ersten Blick eine solide Berichterstattung im Internet. Doch hieß es nicht, man wolle die Themen „durch den Blickwinkel des Netzes erzählen“?
Sollte damit das Arrangement einfacher Fernsehbilder zusammengeschnitten mit Screenshots, einigen animierten Grafiken und Skype-Interviews gepaart mit stylischen Google-Earth-Zooms gemeint sein, hat die ARD noch viel Arbeit vor sich. Denn was als bahnbrechende Innovation für Digital Natives verkauft wird, ist doch lediglich eine verkürzte, aufgepimpte Version der 20-Uhr-Tagesschau.
Ebenso „offline“ ist das überschaubare interaktive Angebot. Es ist zwar möglich, sich zu aktuellen Clips vertiefend zu informieren, doch landet man zumeist auf schon bestehenden Seiten des ARD-Netzwerks. Externe Links führen vorhersagbar entweder zu YouTube- oder ARD-Angeboten, neue Informationspfade wird der tagesWEBschau-User wohl kaum beschreiten.
Was die Möglichkeiten der Sozialen Netzwerke betrifft – der Plural sollte da nicht überbetont werden. Der tagesWEBschau-Player gibt dem User lediglich die Möglichkeit, Nachrichten auf Facebook, Google oder Twitter – sogar per Mail – zu teilen. Von neuen, innovativ-sozialen Interaktionsfunktionen keine Spur. Für die Internetgeneration doch ein bisschen mager.
Zweites Urteil: Format: Flop!
Stichwort Themen. Über was wird eigentlich berichtet? Beispiel erster Tag: Facebook-Abstimmung, Gaming-Messe und Occupy musikalisch: Die ARD hat tatsächlich Themen gefunden, die Junge interessieren könnten. Doch lediglich Ersteres hat mit dem Internet zu tun. Ob das wirklich dem Interesse der „Netzgemeinde“, der eigentlichen Zielgruppe, entspricht? Die wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit weiter anderweitig informieren.
Drittes Urteil: Themen: Interessant! Aber: Nur ein Internet-Thema.
Laut RadioBremen sitzt hinter der tagesWEBschau eine Redaktion, die täglich alle sozialen Netzwerke nach interessanten und relevanten Themen durchforstet. Hinzukommen die „Internetaspekte“ der „normalen“ Nachrichten. Aus diesem Pott werden dann drei Themen herausgegriffen. Bedeutet dies, dass das ursprüngliche Tagesschau-Nachrichtenspektrum frei nach dem Motto „Ist das Internet drin? Her damit!“ durchkämmt wird? Andere „nerdigere“ Themen, also Nachrichten direkt aus den Weiten des Netzes, werden dann vernachlässigt. Und so rennt die ARD völlig am eigentlichen Ziel vorbei – der Information über Spezialthemen aus der Welt des Internets.
Viel interessanter und vor allem interaktiver wäre es, die Zuschauer selbst online über Mail, Facebook, Twitter, Skype, Google und co. über die Themenagenda entscheiden zu lassen. Der Bayrischen Rundfunk macht’s vor: Die Rundshow feierte ein Debüt, das für Aufsehen sorgte (media-bubble.de berichtete). Doch dies ist nach jetzigem Stand der Dinge nicht geplant.
Viertes Urteil: Themenfindung: Outdated!
Das Fazit:
Die tagesWEBschau ist ein schönes neues Spielzeug im Spektrum der Nachrichtenangebote der ARD, jedoch nicht wirklich mehr als das. Nach dem Tatort via Twitter und Gottschalk mit Facebook am Vorabend stolpert die ARD wohl auch beim dritten Anlauf zum jungen Publikum. Es wird sich zeigen, ob sich eine Sendung wie die Tagesschau mit diesem neuen Angebot dauerhaft bei den Jungen etablieren kann.
Foto: Screenshot.
https://media-bubble.de/pictures/NEU_MediaBubble_Logo-300x93-1.png00Redaktionhttps://media-bubble.de/pictures/NEU_MediaBubble_Logo-300x93-1.pngRedaktion2012-06-05 19:48:052015-06-14 18:52:09Die tagesWEBschau im Test
Das Internet bietet mit seinen zahlreichen Vernetzungsmöglichkeiten alles, was das Fan-Herz begehrt. Moment mal – wirklich alles? Denn hin und wieder brechen auch noch die Digital Natives zu realen Treffen mit gleichgesinnten Fans auf. media-bubble.de ist live dabei – Auf der „Queer as Folk“-Convention in Köln!
Sieben Jahre ist es her, seit die letzte Folge der amerikanisch-kanadischen Serie „Queer as Folk“ ausgestrahlt wurde. Die Serie drehte sich um das Leben und Lieben einer homosexuellen Clique in Pittsburgh. Das Remake der englischen Serie war schnell erfolgreicher als das Original und wurde fünf Jahre lang ausgestrahlt. Die Serie bekam gemischte Kritik: Auf der einen Seite lobten viele die Serie als die erste mit schwul-lesbischen Lebensgefühl, andere sehen die klischeehafte Darstellung der schwulen Feier-Mentalität und die Übertragung von heterosexuellen Männer- und Frauenrollen auf homosexuelle Beziehungen kritisch.
Trotz allem ist „Queer as Folk“ ein Meilenstein der Fernsehgeschichte. Es ist die erste Serie, die fast den gesamten Hauptcast aus homosexuellen Charakteren aufstellt. Sie beschäftigt sich auch mit sozial relevanten Themen wie Homophobie, HIV und AIDS, Coming-Out, und Regenbogenfamilien.
Doch die fünf Staffeln der Serie sind den Fans nicht genug: Nächstes Wochenende startet in Köln die „Rise’n Shine“-Convention zur Serie. Es werden sich aber nicht nur Fans aus Deutschland im Maritim-Hotel treffen, auch die Schauspieler werden kommen. Dabei hält sich die Veranstaltung auch an den zweigeteilten Grundton der Serie. Zum einen wird gefeiert, es gibt Autogramme, Fotogelegenheiten und Q&As (Fragerunden) mit den Stars. Auf der anderen Seite wird „Rise’n Shine“ auch einen ernsteren Unterton haben. Wie in der Serie werden Themen wie Mobbing, der Umgang mit Vorurteilen und Homophobie aufgegriffen.
Unter Gleichgesinnten
Zu den Teilnehmern der Convention gehört auch Faina. Sie geht in Lingen zur Schule und hat von der Convention über die Social Network-Plattform vk.com erfahren. Sie ist seit über einem Jahr Fan der Serie Queer as Folk. „Es ist einfach so mitreißend, man ist da irgendwie mittendrin vom Anfang an.“ Es ist die erste Serie, die sie sich durchgängig anschaute. „Hier sind die Story und die Charaktere ein Meisterwerk an sich. Außerdem ist die Serie doch recht ungewöhnlich und sehr spannend“, sagt sie.
Auf der Convention hat man die einzigartige Möglichkeit, die Schauspieler und Idole einmal hautnah zu erleben. Das hat natürlich auch seinen Preis: 200 Euro kostet eine der billigsten Varianten für zwei Tage, mit einem Schauspielerfoto. Wer zusätzlich noch Autogramme von den Schauspielern oder eine Partynacht mitbuchen will, zahlt extra. Für 850 Euro gibt’s die Luxusvariante mit allen erdenklichen Vorteilen.
Viel Geld, auch für die Schülerin Faina. „Tja,und die Frage mit dem Preis ist schon etwas ’schmerzhaft'“, sagt sie, „aber dafür ist es einmalig und Köln ist ja so nah. Ich meine, die hätten die Convention auch gut in Los Angeles veranstalten können. Und da sie hier ist, möchte ich schon dabei sein.“
Auf welchen Teil der Veranstaltung sie sich am meisten freut? „Ich glaube, das Orga-Team hat seine Arbeit so gut geleistet, dass man sich auf die Con als Ganzes freuen kann. Und ein Stück weit lassen wir uns ja auch gern überraschen!“ sagt sie.
Zusammen Fan sein
Conventions haben seit jeher einen sozialen Faktor. Sie bieten die Möglichkeit, sich mit anderen Fans auszutauschen und Ansichten zu teilen. Seit der ersten „World Science-Fiction Convention“ 1939 sind solche Treffen fester Bestandteil der Fan-Communities. In den 60er Jahren kamen die ersten Star Trek Conventions hinzu, heute gibt des die Treffen zu allen Filmen und Serien, wie zum Beispiel My little Pony und Doctor Who.
Auch für Faina wird nächstes Wochenende das Treffen mit Gleichgesinnten eine Rolle spielen. „Man lernt ja auch neue Leute kennen durch so was, das ist ja auch nicht gerade unwichtig“, sagt sie. Faina wird alleine zur Convention gehen – es dort aber nicht lange bleiben. Sie sagt: „Wir haben vor, uns als russische Gruppe irgendwo zu treffen und dann gemeinsam unterwegs zu sein, aber ich weiß nicht so genau inwieweit das bei der Menge an Leuten umsetzbar sein wird.“
Was sonst noch auf der Rise’n Shine-Convention in Köln passieren wird, erfahrt ihr live ab Donnerstag hier auf media-bubble.de!
https://media-bubble.de/pictures/NEU_MediaBubble_Logo-300x93-1.png00Sanja Döttlinghttps://media-bubble.de/pictures/NEU_MediaBubble_Logo-300x93-1.pngSanja Döttling2012-06-05 01:26:282012-06-05 14:47:31Fans & Fiktionen – Ein Treffen unter Fans
Im Grunde sind wir alle Beobachter. Ich selbst beobachte Tübingen, seit ich vor einem Dreivierteljahr in die Stadt gezogen bin – und die Stadt hat sicher ihre Eigenheiten. Heute bin ich weniger gekommen um zu beobachten, als um zuzuhören. Auf der kleinen Terrasse des Tübinger Landestheaters (LTT) warte ich auf Maria Viktoria Linke, die leitenden Dramaturgin des LTT, und die Autorin Sandra Hoffmann. Sie haben mich eingeladen, um mir von „Megafon“, ihrem gemeinsamen Projekt, zu erzählen. Während ich dort so sitze, fällt mir auf, dass ich die einzige Studentin im Restaurant zu sein scheine. Ein in Tübingen eher seltenes Erlebnis. Ich bin gespannt, welche Perspektive auf die Stadt meine beiden Gesprächspartnerinnen bei ihren Beobachtungen gewonnen haben.
„Megafon – Tübingen hallt und schallt“, so das Motto des Projekts. Seit September des vergangenen Jahres haben Maria Viktoria Linke und Sandra Hoffmann Stimmen gesammelt oder diese aus der Stadt „herausgelockt„. Sie haben sich in Tübingen umgeschaut und vor allem umgehört. Dann haben sie das, was sie zusammengetragen haben, „umgewälzt“ und dabei ganz unterschiedliche Perspektiven entdeckt.
Auf der anderen Seite des Neckars
An diesem Tag nehme ich selbst einmal eine andere Perspektive ein. Ich bin auf der anderen Seite des Neckars. „Hierhin verirren sich die Studenten eher selten“, sagen die beiden Organisatorinnen und bestätigen damit meine eigenen Beobachtungen. Während ich mir einen Kaffee bestelle, reden wir über das Megafon-Projekt. Und während die beiden erzählen, spüre ich, wie viel sie sich in den vergangenen Monaten durch das Projekt mit der Stadt und ihren Bewohnern auseinandergesetzt haben.
Zum Programm: Megafon – was ist das eigentlich? „Ein offenes Sprachrohr“, könnte man antworten. Beim Projekt „Megafon“ wird ganz Tübingen zu einem Sprachrohr. Hoffmann hatte die Idee, die Leserbriefe des Tübinger Tagblatts als eine Art „Seismograf“ für das zu verwenden „was Tübingen ist“. Teilweise sei es ein richtiggehender Kampf, der in diesen Briefen ausgefochten werde und das zeige spannende Seiten der Stadt. „Die Stadt hat interessant reagiert“, berichtet die Autorin, „es gab viele Fragen und enormen Einspruch und Zorn. Zorn darüber, dass wir die Stadt beobachten, dass wir diese Leserbriefe lesen und dass wir sie möglicherweise theatral verwenden.“ Linke vermutet: „Es war die große Angst vor Verarschung.“
Die Ohren gespitzt
Maria Viktoria Linke und Sandra Hoffmann haben ein Dreivierteljahr lang „Tübingen gehört“. Das Gesammelte soll am 22. Und 23. Juni in ein großes Theaterspektakel münden. Die Abende werden je aus zwei Teilen bestehen. Im ersten Teil wird es einen Gang durchs Theater geben, bei dem in Form theatraler Einlagen und verschiedener Lesungen dokumentarisches zu sehen und zu hören sein wird. Das, was aus dem Gesammelten entstanden ist, wird im zweiten Teil des Abends als eine „Groteske“ oder „Materialkollage“ zu sehen sein. Dabei soll es nicht um eine dokumentarische Darstellung der Stadt gehen. „Theaterstück“ sei auch der falsche Name dafür – zum Beispiel bestehe das Stück nämlich nicht aus einzelnen Akten, so Hoffmann.
Zum einen geht es bei Megafon darum, eine Stimmenvielfalt der Stadt sichtbar zu machen. Zum anderen hoffen die Organisatorinnen vielleicht etwas „Tübingen-Spezifisches“ zu finden, „das hier ist anders als anderswo“, heißt es auf der Internetseite des Projekts.
Was ist hier denn anders als anderswo? frage ich. „Erzählen Sie doch mal, was anders ist. Das würde uns gleich interessieren.“ lacht Maria Viktoria Linke. Als ich nach Tübingen kam, erinnere ich mich, da kam mir erst einmal vieles „anders“ vor als in anderen Städten. Vielleicht erschien mir dieses „anders“ zu Anfang ein wenig fremd – und bekanntermaßen neigen wir Menschen dazu, Fremdes mit großem Misstrauen zu beäugen. Aber was ist Tübingen denn eigentlich? Schaut man auf das Ortsschild, ist es zuerst einmal eine Universitätsstadt. Es sind die Studenten, die Tübingen zur Stadt mit dem niedrigsten Altersdurchschnitt in ganz Deutschland machen. Tübingen hat keine Universität – Tübingen ist eine Universität.
Hinter Tübingens Kulissen
Und weil ich in meinem Medienwissenschafts-Studiengang stecke, schaue ich auf die vielen verschiedenen Wege, die die Organisatoren in den letzten Monaten gegangen sind, um hinter die Kulissen der Stadt zu blicken. Es wurden Briefe gelesen, Interviews geführt, Radiobeiträge erstellt und eine Website mit einer Hotline extra für das Projekt eingerichtet. Die letzten beiden „knackigen“ Wochen im Juni sollen von einem Blog zum Projekt begleitet werden. Ich frage, welche Rolle diese Multimedialität im Projekt spielt. „Sie ist ein Teil davon, aber nicht unser Hauptaugenmerk“, sagt Linke. „Ich habe auch schon Projekte gemacht, die eindeutig medienbasiert waren. Bei Megafon sind wir eher ein bisschen retro. Vor allem ging es uns um eine große Offenheit.“
Vielleicht könnte in dieser Hinsicht, so haben die beiden gelernt, Tübingen ein bisschen weniger Ernsthaftigkeit und ein bisschen mehr Ironietolleranz nicht schaden. Die Sorge von manch einem „verarscht“ zu werden, sei völlig unbegründet. „Wenn man Leute nicht ernst nimmt, dann beschäftigt man sich auch nicht mit ihnen“, findet Linke. Und mit der Stadt beschäftigt haben die beiden sich in den vergangenen Monaten zur Genüge.
Tübingen und ich
Während ich den Artikel schreibe, wird mir bewusst, dass tatsächlich viel Wahrheit hinter den Worten der Dramaturgin steckt. Ich glaube, dass Beobachten etwas ist, das man lernen kann. Aber nur, wenn man lernt, bewusst zu beobachten. Vielleicht habe ich während des Schreibens gelernt, „mein Tübingen“ hinter „dem Tübingen“ zu sehen und die Stadt auch ein wenig ernster zu nehmen.
Aber halt! Es ist noch nicht Schluss mit Beobachten. Denn Sandra Hoffmann und Maria Viktoria Linke werden noch ein wenig weiter sammeln – beziehungsweise sammeln lassen. Vom 11. bis zum 16. Juni werden etwa zwöft Tübinger Autoren ihre stillen Kämmerlein verlassen und sich an den sogenannten „Tübinger Schreibtischen“ in der Stadt verteilen, um einfach nur zu sehen und das Gesehene aufzuschreiben. Ich werde losziehen und die eigentlich stummen Beobachter ein wenig zum Quatschen bringen. Vielleicht sind wir am Ende überrascht, auf was sie so stoßen. Das Ergebnis wird wieder auf media-bubble.de zu finden sein.
Die beigefügten Bilder wurden von Jan Andreas Münster speziell für das Megafon-Projekt aufgenommen.
https://media-bubble.de/pictures/Tü-Fensterperspektive.jpg425640Redaktionhttps://media-bubble.de/pictures/NEU_MediaBubble_Logo-300x93-1.pngRedaktion2012-06-02 16:35:582015-06-14 18:52:32Neuer Blickwinkel mit Megafon
„… bis die Blase platzt!“ ist das Motto von media-bubble.de. Wir haben unseren Slogan beim Wort genommen und drei Videos gedreht, die äußerst sehenswert sind. Viel Spaß!
https://media-bubble.de/pictures/NEU_MediaBubble_Logo-300x93-1.png00Alexander Karlhttps://media-bubble.de/pictures/NEU_MediaBubble_Logo-300x93-1.pngAlexander Karl2012-06-02 10:09:432012-06-02 10:11:37… bis die Blase platzt!
In Japan Gang und Gäbe, hierzulande noch eine Rarität: QR-Codes. Ursprünglich zur Identifikation von Produktionsteilen in der Autoindustrie entwickelt, haben sie sich in Europa bislang nicht durchsetzen können. Doch wie funktionieren sie? Was kann man damit machen? Und werden sie sich hier noch etablieren?
Wo euch dieser QR-Code wohl hinführt? Einfach einmal einscannen.
Vom Barcode zum QR-Code
QR-Codes gehören zu den sogenanntenzweidimensionalen Codes und wurde im Jahr 1994 von der japanischen Firma Denso Wave entwickelt, um die Zulieferarbeit mit dem Autohersteller Toyota zu vereinfachen. QR steht für quick response, womit der Abruf, bzw. die schnelle Anzeige von Informationen gemeint ist, die online gespeichert sind. Im Gegensatz zu eindimensionalen Strichcodes werden Daten hier in zwei Dimensionen, also entlang der horizontalen und der vertikalen Achse, codiert, sodass die Speicherkapazität sich wesentlich erhöht. So können in QR-Codes alle möglichen Daten gespeichert sein, von einfachen Texten, über E-Mail Adressen, Links zu Webseiten, bis hin zu dem Befehl, eine MP3 abzuspielen, oder ein Video zu starten. Besonders praktisch an ihnen ist, dass sie jeder herstellen kann: Alles, was man dazu benötigt, ist ein QR Generator, wie es sie im Internet zur kostenfreien Nutzung gibt. Auslesen kann die Codes jedes Mobiltelefon mit Kamera und der entsprechenden Software – die es auch umsonst im Netz gibt. Dass der QR-Code den gewohnten Strichcode auf Verpackungen demnächst ablösen wird, ist nicht zu erwarten, da letzterer seinen Dienst noch anstandslos erfüllt. QR-Code ist aber nicht QR-Code: So gibt es etwa DataMatrix-Codes, die auf Briefmarken eingesetzt werden, und Aztec-Codes, die auf Bahn- und Flugtickets zum Einsatz kommen.
Für welches Problem war QR noch gleich die Lösung? Museen, Marketing und Safer Sex
Sind QR-Codes die Visitenkarten der Zukunft?
Seit ihrer Entwicklung in Japan konnten sie sich vor allem dort und in den USA durchsetzen, wo man sie auf Werbeplakaten, Visitenkarten oder Verpackungen findet. Die japanische Einwanderungsbehörde benutzt die zweidimensionalen Codes sogar für Aufenthaltsgenehmigungen und Visa. Auch in Deutschland sieht man sie immer häufiger, der Anklang ist bisher jedoch eher verhalten. Die FH für angewandte Wissenschaften Schmalkalden mag eine steigende Akzeptanz zwischen 2009 und 2010 beobachtet haben, hat jedoch nicht nach regelmäßiger Benutzung gefragt, sondern ob überhaupt schon einmal ein Code gescannt wurde. Bedingt durch die unglückliche Fragestellung konnten die Zahlen nur steigen, zur Nutzung in Deutschland gibt es bislang kaum verlässliche Daten. An Gebieten, wo sie zur Anwendung kommen könnten, mangelt es dabei nicht. Neben den oben genannten Bereichen, gibt es sehr kreative Möglichkeiten, QR-Codes einzusetzen. Der österreichische Blog viermalvier berichtet von Museen in Cleveland, Ohio, in Stuttgart und in Derby, England, wo die Codes zu Werbe- oder Austellungszwecken zum Einsatz kamen. Ein französischer Bauer bedruckte gar seine Kühe mit riesigen Codes, um Werbung für seine Produkte zu machen. In Stockholm wurde 2011 eine clevere Kampagne gestartet, um für Safer Sex zu werben. Es wurden 50,000 Kondome verteilt, auf deren Packungen ein QR-Code gedruckt war. Mittels dieses Codes konnte man sich eine App herunterladen, die, kurz vor dem Sex gestartet, den Bewegungsverlauf, Lautstärke der Geräusche und natürlich die Dauer aufzeichnete. Auf der dazugehörigen Webseite konnte man ein Nutzerprofil erstellen, anonymisiert versteht sich, und so ergaben sich humorvolle Ergebnisse, wie etwa „Romantische Punks sind am lautesten“ oder „Unruhige Brünette werden immer langsamer“.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt
Neben solchen harmlosen, kreativen Möglichkeiten lassen sich QR-Codes aber auf für allerlei Unsinn missbrauchen. Einer der einfachsten Möglichkeiten wäre, dass der gespeicherte Link auf eine Phishing-Webseite führt, um sensible Daten abzugreifen – den man sieht einem QR-Code nicht an, was sich dahinter verbirgt. Zudem lassen sich über die programmierten Befehle auch Manipulationen am Gerät vornehmen, damit Nutzerdaten gesammelt, oder Schadprogramme herunterladen werden können, ohne das Wissen des Benutzers. Die Liste möglicher Sicherheitsrisiken ist lang, wie der Professor für Wirtschaftsinformatik Oliver Brendel auf der schweizerischen Webseite netzwoche.ch beschreibt. Entsprechende Maßnahmen sind mittelfristig notwendig, da QR-Codes zwar vielleicht nicht der Weisheit letzter Schluss sind, ein vergleichbares System in Zukunft aber Visitenkarten und Kontaktdaten in gedruckter Form komplett überflüssig machen könnte. Spätestens dann, wenn wir alle im Orwell’schen Sinne erfasst, nummeriert und erkennbar gemacht wurden, sollten wenigstens die Sicherheitslücken gestopft sein.
https://media-bubble.de/pictures/NEU_MediaBubble_Logo-300x93-1.png00Redaktionhttps://media-bubble.de/pictures/NEU_MediaBubble_Logo-300x93-1.pngRedaktion2012-06-01 14:12:482015-06-14 18:52:45Geheimnisse der zweiten Dimension
Nicht ganz so geil fand es wohl die Band Deickind, als statt ihrem Musikvideo zu ihrer eigenen Single „Leider Geil“ ein trauriger, roter Quadratschädel auf YouTube zu sehen war. Genervte Youtube-Benutzer verschreien die GEMA schon als getarnte Zensurbehörde – woher kommen nun diese ominösen YouTube-Sperren?
Die Kontrahenten
Dass die GEMA die alleinige Schuld an den gesperrten Videos auf YouTube trägt, ist ein urbaner Mythos. Zunächst sperrt nicht die GEMA die Videos, sondern YouTube selbst. Der Grund für den Streit zwischen Google-Tochter und Verwertungsgesellschaft sind 12 Videos, die die GEMA aus dem Netz getilgt sehen möchte, unter anderem „Rivers of Babylon“. Da sich GEMA und Google nicht auf ein Vergütungsmodell einigen konnten, klagte die GEMA zu Beginn des Jahres gegen die Videoplattform. Der Kernpunkt des Streits scheint die Frage zu sein, ob es sich bei der Plattform um einen Content Provider, also einem Service, der auf Abruf multimediale Inhalte zur Nutzung bereitstellt, handelt oder nicht – denn an diese Frage ist die Vergütungsform geknüpft. Interessanterweise wird hier keine Urheberrechtsdebatte im Sinne von ACTA und Co. geführt, letztendlich scheint sich alles um das Geld zu drehen.
Die Streitfrage
Die GEMA sieht die Google-Tochter als klassischen Content Provider und fordert daher eine Vergütung pro abgespielten Clip. YouTube hingegen schlägt ein Modell vor, dass die Künstler prozentual an den Werbeeinnahmen beteiligen würde – ähnlich wie im Rundfunk.
Paradoxerweise hat sich YouTube mit anderen, GEMA ähnlichen Institutionen, wie der PRS in Großbritannien, auf das Vergütungsmodell pro Click geeinigt – also ganz so, wie die GEMA es fordert. Somit gibt Google indirekt selbst die Antwort auf die Frage nach dem Bezahlmodell.
Vergleicht man jedoch die Summen, die die Verwertungsgesellschaft in Großbritannien erhält und den Betrag, den die GEMA – gerüchteweise – fordert, wird auch klar, wieso Google versucht sich als „Rundfunkanstalt“ zu staffieren. Die PRS erhält pro 1 Millionen Klicks im Schnitt 118,50 Euro. Die GEMA fordert, angeblich, das 20-fache. Sie argumentiert dabei mit ihrem rechtlichen Auftrag, den Künstler für die Nutzung ihrer Werke angemessen zu entlohnen. Laut Google sind die Forderungen allerdings übertrieben. Auszahlungen in diesem Ausmaß würden das Geschäftsmodell zerstören – aber ist ein Geschäftsmodell gerechtfertigt, dass zu Lasten der Künstler geht? Laut Gerichtsurteil: nein. YouTube ist daher seit Beginn des Jahres dazu verpflichtet, seine Useruploads zu überwachen und im Falle, dass der Künstler einen Vertrag mit der GEMA eingegangen ist, das Video für Deutschland zu sperren – auch wenn der Upload von der Band selbst stammt. Doch nicht nur Musikvideos sind im Visier der GEMA, letztendlich soll jeder Clip gesperrt werden, der Inhalt eines „GEMA-Musikers“ enthält.
Die Vergessenen
„Sooo, ‚Leider geil‘ ist jetzt auch gesperrt. Ob Plattenfirma, YouTube oder GEMA, egal wer dafür verantwortlich ist. Wir wollen, dass unsere Videos zu sehen sind. Regelt euren Scheiß jetzt endlich mal und macht eure Hausaufgaben. Ihr seid Evolutionsbremsen und nervt uns alle gewaltig.“
Wenn ein Rechtstreit damit endet, dass den Künstlern die Möglichkeit zur Selbstinszenierung genommen wird, muss eine Lösung her. Schließlich ist die eigene Musik doch die beste Werbung – vor allem für Bands wie Deichkind, die den Großteil ihrer Einnahmen durch Liveauftritte erhalten.
Die Netzgemeinde hat mittlerweile ihren ganz eigenen Weg gefunden, mit dem Debakel umzugehen: Browser Plug-ins wie ProxTube erlauben es, geblockte Videos zu entsperren. Hierzu wird die eigene IP über einen Proxyserver umgeleitet. So wird YouTube glaubhaft gemacht, dass der eigene Rechner in Amerika, also einem „GEMAfreien“ Land, stehen würde.
Die Konsequenz
Das Ergebnis des Zusammentreffens von Verwertungsgesellschaft und Google-Tochter ist ernüchternd: Geld bekommt keiner – nicht einmal 118,50 Euro für 1 Millionen Klicks. Die User sehen sich die Videos trotzdem an und für Künstler wird der Kontakt mit dem Konsumenten unnötig kompliziert. So können wir nur über Umwege ihr Produkt – ihre Kunst – betrachten, die uns eine Kaufentscheidung deutlich erleichtern könnte. YouTube und GEMA streben mittlerweile eine Klärung in letzter gerichtlicher Instanz an, laut Experten werden sich die Verhandlungen über sechs bis zwölf Monate ziehen – sechs bis zwölf Monate in denen die Künstler keinen Cent von YouTube bekommen werden.
https://media-bubble.de/pictures/NEU_MediaBubble_Logo-300x93-1.png00Redaktionhttps://media-bubble.de/pictures/NEU_MediaBubble_Logo-300x93-1.pngRedaktion2012-05-31 00:23:052015-06-14 18:53:43GEMA vs. Youtube
Werbung – das ist Verführung, Persuasion und Belästigung. Zumindest für einen ist sie jedoch noch etwas anderes – nämlich Faszination.
Prof. Guido Zurstiege sagt: „Werbung ist und bleibt Beihilfe zur Selbsttäuschung.“
Guido Zurstiege (Jahrgang 1968) ist Professor am Tübinger Institut für Medienwissenschaft mit dem Forschungsschwerpunkt empirische Medienforschung. Mit media-bubble.de sprach er über neue Dimensionen der Verführung und darüber, was Nemo in einer Popcorntüte zu suchen hat.
Herr Zurstiege, Sie erforschen Werbung wissenschaftlich. Beißt sich die Werbeindustrie an Ihnen die Zähne aus?
Nein. Ich bin vor Werbung nicht gefeit.
Die von Ihnen organisierte Ringvorlesung in diesem Semester hat aber das Thema „neue Werbung“. Was ist das neue an der neuen Werbung?
„Neue Werbung“ ist zunächst einmal das alte und immer wiederkehrende Versprechen der Werbung sich täglich neu zu erfinden. Darüber hinaus haben sich aber natürlich in den vergangenen Jahren auch Dinge grundsätzlich geändert , die es rechtfertigen, von neuer Werbung zu sprechen. Neue Werbung begegnet uns in Neuen Medien, sie produziert neue Daten und hat es mit neuen Rezipienten zu tun.
Stichwort Personalisierung: Der Onlineaktivist Eli Pariser zeichnet in seinem Buch „The Filter Bubble“ eine Zukunft, in der Menschen durch Gesichtserkennung auf sie zugeschnittene Werbung präsentiert bekommen. Leben wir schon in dieser Zukunft?
Technisch ist das absolut möglich – juristisch nicht in dem uneingeschränkten Maße, wie es uns die Feuilletons nahelegen. Im Hinblick auf den gläsernen Konsumenten bewegen wir uns aber auf ein ähnliches Szenario zu. Man muss ja gar nicht erst sein Gesicht scannen lassen, um „durchleuchtet“ zu werden. Josef Turow beschreibt in seinen Buch „The Daily You“ das Vorgehen der professionellen Datensammlungsindustrie: Daten, die Sie auf Facebook hinterlassen oder Daten, die Sie mit Ihrer persönlichen Signatur versehen, werden gesammelt und verknüpft – überall hier werden wir durchleuchtet und gescannt, wenn Sie so wollen.
Fühlen sie sich selbst als gläserner Konsument?
Mehr jedenfalls, als mir lieb ist.
Besonders im Internet spielt Personalisierung eine große Rolle – sehen sie eine Verknüpfung zwischen neuer Werbung und Personalisierung?
Die Werbekommunikation strebt seit dem 19. Jahrhundert Personalisierung als Leitwert ihrer Kommunikation an – heute hat sie aber viel mehr Mittel als früher, dieses Ziel zu erreichen.
Neben der Personalisierung, die uns ja nahezu verfolgt, gibt es aber auch neue Werbeformen, die von uns ganz gezielt gesucht werden …
Die Angst vor dem digitalen Videorekorder, der Werbung herausfiltern sollte hat die Werbeindustrie geradezu angestachelt, nach neuen Werbewegen zu suchen – Werbung, die sich nicht aufdrängt, sondern gesucht wird. Anfang der 2000er erzeugte besonders eine Kampagne Aufmerksamkeit: „The Hire“ von BMW. Hier wurden in Kooperation mit renommierten Regisseuren und Stars Kurzfilme gedreht und online gestellt. Denken Sie aber auch an dem Spot „The Force“ von Volkswagen. Der wurde rund 53. Mio mal gesehen – auf YouTube!
Hier hätten wir eine Form von Branded Entertainment – aber in letzter Zeit kursieren immer mehr Videos im Internet die die Sensationslust der Menschen ansprechen indem sie beispielsweise unterhaltsame Geschichten erzählen. Diese Kampagnen haben oft extreme Klickzahlen – das Zauberwort lautet Virales Marketing.
Virale Kampagnen sind radikaler, krasser, lauter, als alles, was wir aus anderen Medienumgebungen kennen. Fernsehwerbung musste lustig sein, damit die Leute hingeschaut haben, ok. Virale Kampagnen aber müssen weitergeschickt werden, um ihre Wirkung zu entfalten und damit das geschieht müssen sie viel, viel „lauter“ sein als herkömmliche Spots oder Anzeigen.
Radikal, krass und aufsehenerregend geht aber auch mit günstigeren Mitteln. Wir haben dazu ein Beispiel mitgebracht. Was fällt Ihnen spontan zu dieser Form von Werbung ein (siehe Foto)?
Ich mag Sushi sehr gerne, aber das würde ich niemals essen.
Schlechte Werbung für den Sushi-Koch also. Aber wie sieht es für die Kinos oder die Filmproduzenten aus? Es soll ja in erster Linie eine Werbung für „Findet Nemo 2“ sein.
Ich hätte Nemo in einer Popkorntüte versteckt – nanu, da ist ja ein Fisch drin!
„Werbung ist und bleibt Beihilfe zur Selbsttäuschung.“
Diese neuen Formen sind dadurch, dass wir sie selbst suchen, eine besonders heimtückische Art von Werbung. Die Wahrscheinlichkeit, dass man vergisst, dass man als Rezipient manipuliert werden soll, ist hier sehr hoch.
Werbung ist und bleibt Beihilfe zur Selbsttäuschung. Wer manipuliert hier eigentlich wen?
Dieses Wissen um die Selbsttäuschung haben wir als Erwachsene. Aber wie gehen Sie als Vater mit dem Problem um? Lassen Sie ihre Kinder jede Art von Werbung ansehen oder selektieren Sie und überwachen das Rezeptionsverhalten Ihrer Kinder?
Meine Kinder sind noch jung – viereinhalb und anderthalb Jahre. Aber ich sehe schon jetzt, welche enorme Faszinationskraft Medien für sie haben. Ich versuche natürlich, meine Kinder von den Medien der Erwachsenen so weit wie möglich fernzuhalten – dazu gehört für mich auch Werbung. Obwohl ich mir große Mühe gebe, sehe ich aber, wie mein Sohn, wann immer er einen Playmobilkatalog zu fassen bekommt, ihn wie einen Schatz zu sich nimmt und richtig ließt.
Foto: Uni Tübingen
https://media-bubble.de/pictures/NEU_MediaBubble_Logo-300x93-1.png00Redaktionhttps://media-bubble.de/pictures/NEU_MediaBubble_Logo-300x93-1.pngRedaktion2012-05-29 11:03:362015-06-14 18:53:54„Ich hätte Nemo in einer Popcorntüte versteckt.“
Sherlock Holmes und Dr. Watson, Starsky und Hutch, Captain Kirk und Spock – sie alle tun es. Zumindest, wenn frau den Fans Glauben schenkt.
Erzählungen und Serien aus den letzten 50 Jahren haben einen Haufen männliche Hauptcharaktere. Was sich aus unserer männlich geprägten Gesellschaft ergibt, bietet den Fans (oder: Faninnen) umso mehr Zündstoff für ausufernde Kreativität: Den weiblichen Fans dieser Serien/Bücher/Medienprodukte stellte sich im Angesicht der übermäßigen Männlichkeit auf der Leinwand schnell die Frage: Sind die schwul?
Von Mann zu Mann
Wie in vorigem Artikel „Es war einmal…“ schon angesprochen, gab es im der Fan-Community um Star Trek die ersten explizit schwulen Fanfiction, in denen männliche Charaktere (Kirk/Spock) „verkuppelt“ wurden. (Wir reden in diesem Zusammenhang wirklich aussließlich von schwulen Liebesgeschichten. Lesbische Geschichten, unter „fem slash“ bekannt, gab es erst später und erreichten nie ein großes Publikum.) Oder, um es mit den Worten Joan Martins zu sagen: „It offers detailed and loving descriptions of beautiful men making love lovingly“ (Joan Martin in Jenkins, S.188). Henry Jenkins bietet die pragmatische Erklärung für ein solches Tun:
„The media simply does not provide the autonomous female characters needed to create a heterosexual romance between equals; fan writers have chosen the path of least resistance in borrowing ready-made figures, such as Kirk and Spock, to express their utopian visions of romantic bliss.“ (Henry Jenkins, S.196)
Doch die Fans blieben nicht bei dem Dreieck Bones/Krik/Spock. Die Slash-Bewegung breitete sich über andere Fandoms aus, bis sie heute überall zu finden ist – obwohl die Zahl er starken weiblichen Charaktere sicherlich (leicht) gestiegen ist.
Auch in den „großen“ Fandoms, wie Herr der Ringe oder Harry Potter, haben sie ihren Stammplatz. Obwohl bestimmte Vorraussetzungen für ein „perfektes Slash-Paar“ gegeben sind (sie müssen Problemlöser sein, außerhalb der Mainstream-Gesellschaft stehen und voneinander abhängig sein, siehe hier) gibt es heute keine Begrenzungen mehr, wer mit wem was tut. Das rief und ruft bis heute auch innerhalb der Community Gegner hervor: Nicht jeder will lesen, wie Harry Potter und Draco Sex haben. Deshalb hat sich der Spruch „Don’t like, don’t read“ unter den Slashern eingebürgert.
Slash ist viel mehr als nur ein Randphänomen. Obwohl es keine verlässlichen Zahlen gibt, machen sie einen großen Teil der Fan-Communities aus.
Inzwischen hat das Hausfiltern schwuler Untertöne in Medien auch auf die Mainstream-Kultur übergegriffen.
Frauen, die auf (küssende) Männer starren
Doch was ist der Grund für die weibliche Faszination für schwule Paare? In der Einleitung ihres Buches „Fan Fiction and Fan Communities in the Age of the Inernet“ tragen Karen Hellekson und Kristina Busse den Forschungsstand zu dieser Frage zusammen (S. 17-24).
Joanna Russ, Teil er feministischen Debatte über Pornografie in den 80er Jahren, schlägt vor, Slash als weibliche Pornografie zu lesen. Sie unterscheidet aber klar von „männlicher“ Pornografie, denn Frauen legen mehr Wert auf Charaktere und Hingabe.
Patricia Frazer Lamb und Diane Veith dagegen kommen zu dem Schluss, dass selbst explizit sexueller (Slash-) Inhalt für Frauen ein Weg darstellt, um ihren Wunsch nach eine gleichberechtigeten Partnerschaft auszudrücken. Durch gleichgeschlechtliche Partner ist sichergestellt, dass Geschlechts-Hierarchie in der Beziehung keine Rolle spielt. Für sie ist Slash also nicht anderes als der Ausdruck einer idealisierten heterosexuellen Beziehung.
April Selley konzentrierte sich auf das Pairing Kirk/Slash und analysierte am Text, dass Slash nicht anderes ist als „explorations of this obvious textual tension“.
In den 90er Jahren kamen weitere Theorien zu diesem Feld dazu. Constance Penley stellte die Theorie auf, dass Slash heterosexuellen Leserinnen erlauben würde, beide Charaktere „zu haben und zu sein“. Es ging ihr also hauptsächlich um die Identifikation mit den Charakteren.
Catherine Salmon und Don Symons wollten beweisen, dass Slash nicht anderes wäre als eine Weiterentwicklung von „Woman’s Erotic Fiction“, in der es hauptsächlich um die Schaffung einer monogamen und langen Partnerschaft geht, die nicht (so sehr) auf Sex beschränkt ist.
Susanne Jung sagt von sich selbst, dass ihre Slash-Fiction politischen und gesellschaftskritischen Hintergrund hat. Ob und in wie weit Slash auf die reale Ungleichbehandlung von Homosexuellen hindeuten soll, ist aber in der Wissenschaft ungeklärt.
In seinem Buch „Textual Poachers“ versucht auch Henry Jenkins, Slash wissenschaftlich in den Griff zu bekommen. Er empfindet Slash als eine Reaktion auf das Männerbild, das Porno und Medien uns vorschreiben wollen und sieht „a refusal of fixed-objects choices in favor of a fluidity of erotic identification, a refusal of predetermined gender charactersitics in favor of a play with androynous possiblity“ (S.189).
Allerdings ist Slash nicht etwa der Vorreiter einer hierarchielosen Welt, in der wir uns alle liebhaben (wortwörtlich). „Slash also runs the risk of celebrating gay male experience (and more traditional forms of male bonding) at the expense of developing alternative feminine identities“ (S.190), kritisiert er. Mit der Mystifizierung männlicher Sexualität machen sich Frauen eigentlich keine Freude, sondern unterstützen die männliche Überlegenheit weiterhin. Auf der anderen Seite argumentiert Joana Russ, dass Slash Frauen erlaubt, das von der Gesellschaft geprägte Frauenbild in Slash-Fiction zu vergessen und zu verneinen.
Bromance – schwule Heterosexuelle
Slash ist längst mehr als unterschätze Untergrund-Literatur. „Die neue Liebe unter Männern“ betitelte ein Artikel in der Zeit das Phänomen, dass inzwischen als „Bromance“ bekannt ist. Die Wortneuschöpfung aus „Brother“ und „Romance“ bezeichnet eine tiefe, aber bitte bloß nicht sexuelle(!) Liebe zwischen ganz klar(!) heterosexuellen Männern. In den neuen Buddy-Filmen wird diese Art der Liebe à la Platon oft dargestellt: In den amerikanischen Neuverfilmungen von „Starsky und Hutch“ oder auch „Sherlock Holmes“ zum Beispiel.
Zwei Schlüsse lassen sich ziehen: Zum einen gibt es eine Entwicklung hin zum sensiblen Mann, der auch Gefühle zeigen kann – zum anderen gelten, vor allem in Hollywood, noch immer harte Standards, was gesellschaftlich anerkannt ist (Männer, die zusammen Frauen abschleppen gehen) und was nicht (Männer, die Sex mit Männern haben): Die Anti-Schwulen-Komödie „Chuck and Larry“ zieht diese Linie genauso konsequent wie hinterwäldlerisch.
Das ganze lässt sich aber viel besser besingen als beschreiben.
People will talk – Intertextualität
Inzwischen ist vielen Autoren bewusst, dass es eine große und vielfältige Slash-Gemeinde gibt, die nach homoerotischen Untertönen sucht. Nach dem Motto: „Gib ihnen, was sie wollen, aber nie genug“ bauen sie in die Serien/Filme selbst genug Anspielungen (oder „Hints“) ein, um die Fan-Community zum diskutieren zu animieren. So ist heute ein Dialog zwischen Original und Fans an der Tagesordnung. Die Verweise von Original auf Fanfiction auf das Original lässt sich mit dem medienwissenschaftlichen Begriff „Intertextualität“ beschreiben; beide Texte verweisen aufeinander.
Es ist etwas faul im Staate Fernsehen. Die Quoten der Öffentlich-Rechtlichen sind rückläufig, gleichzeitig wird eine GEZ Pauschale beschlossen, die an Schröders Basta-Politikstil erinnert und viele auf die Palme bringt (media-bubble.de berichtete). Mittlerweile beklagen sich nicht nur Leute wie Roger Willemsen über Niveauverfall aller ortens, Innovationen Fehlanzeige. Tatsächlich? Aus dem sonst immer als konservativ gebrandmarkten Bayern kommt eine neue, progressive Sendung, deren Konzept Schule machen könnte. Könnte. media-bubble.de hat die Rundshow kritisch unter die Lupe genommen. Ein Gespräch zweier media-bubble.de-Autoren über die BR Rundshow, den Medienwandel und den Willen des Zuschauers.
Die BR Rundshow: Innovation oder sinnfreie Technikverliebtheit?
Nicolai Busch (nb): Bevor wir in medias res gehen, klären wir doch am Besten, worum es in der Sendung geht, wie sie überhaupt aufgebaut ist.
Sebastian Luther (sl): Das Prinzip ist schnell erklärt. Die Rundshow ist eine Kombination aus verschiedenen Dingen. Es gibt Politik, Talk, ein bisschen Late-Night-Flair und vor allem Social-Media Elemente, die die Einbindung der User live ermöglichen sollen. Moderiert wird die Sendung von Daniel Fiene und Richard Gutjahr, mit Gastauftritten von Sascha Lobo ist noch zu rechnen. Während der etwa halbstündigen Sendung werden zu einem vorgegebenen Thema gleichsam Experten wie Ottonormalverbraucher befragt, die via Skype, Twitter, Facebook, E-Mail oder Telefon live zu Wort kommen. Insgesamt ein innovatives Konzept
nb: Wirklich so innovativ? Skype, Twitter und Facebook mag man zur Einbindung von Zuschauern im Fernsehen tatsächlich zuvor noch nicht verwendet haben. Der Versuch der Fusion von Web und TV ist aber ganz sicher so alt wie das Netz selbst. Man denke nur an Telefonzuschaltungen im Musikfernsehen, in Talkshows etc. Natürlich ist es heute die Regel, während des Fernsehens online zu sein. Den wöchentlichen Tatort kann man heute im Sekundentakt auf Twitter verfolgen. Vielleicht ist die Rundshow eine Show für Menschen, die parallel zum TV online sind, was immer mehr zur Regel wird. Das ist nun wirklich innovativ.
sl: Eben! Ich möchte ja nur ungern Klischees bedienen, aber ausgerechnet aus Bayern kommt ein Format, dass maßgeschneidert sein soll, und zwar auf die Ansprüche von Rezipienten, Konsumenten oder Usern – nenne es, wie du willst. Wie ist es denn um die Situation des Fernsehens bestellt? Schlecht. Seine Bedeutung als Infomedium nimmt immer weiter ab. Viele wollen nicht einfach nur von einem stark selektierten Angebot an Informationen abgespeist werden, sondern selbst auswählen, welche Angebote, aus welcher Quelle sie nutzen. Sie selektieren selbst, sie werden gar dazu gezwungen, weil ihnen das Web keine Wahl lässt. Von alleine passiert dort nichts, ich muss wissen, auf welche Seite ich gehen will und dort auswählen, welches Angebot ich mir genauer ansehe. Gleichzeitig tritt aber gewissermaßen ein Paradoxon auf. Denn auch das Web entfernt sich nämlich zunehmend von seinem Dasein als Pull-Medium und wird durch Live-Streams, Pop Up Banner und Ähnliches zum Push-Medium, drückt mir Informationen quasi rein.
„Die Zuschauer haben wirklich ‚Die Macht‘. Innovation!“
nb: Zurück zur Rundshow: Tatsächlich scheitert das Format doch an jenem von dir beschriebenen, paradoxen Informationsflusses des Web. Die Konvergenz von Push und Pull wird immer offensichtlicher. Die Vielzahl an Beiträgen im Web überfordert die weniger medienkompetenen Nutzer und Selektivität verkommt häufig zur seltenen Schlüsselqualifikation. Fast scheint es manchmal, als blende unsere Begeisterung über Innovationen des Web 2.0 über bestehende Möglichkeiten analoger Interaktivität hinweg. Während durch die technische Einbindung von Social Media die Interaktivität der Rezipienten in der Sendung vermeintlich gesteigert wird, verblassen Sinn, Zweck und Folgen dieser Interaktion beinahe vollständig. Im Lichte dieses Technikwahns bleiben prominente Interviewpartner, wie Stephane Hessel, völlig farblos, eine Diskussion scheint via Skype in diesem Falle kaum möglich. Tatsächlich hat es die Sendung auch bisher nicht geschafft, Skype, Twitter und andere digitale Nachrichten und Kommunikationsdienste einzubinden, ohne dass deren Funktion nicht auch durch das gute, alte Telefon bzw. die Zuschauer-E-mail hätte erfüllt werden können. Worin besteht also die einzigartige Partizipationsleistung des Zuschauers und Interviewpartners in dieser Sendung?
sl: Mit dieser Argumentation würde ein Dienst wie Skype allerdings völlig hinfällig werden. Worin bestünde denn dann noch der Vorteil darin, es ist ja nicht mal kostenlos, weil ich immer noch Anschlussgebühren zahlen muss. Offensichtlich sind wir Menschen doch von face-to-face Kommunikation, wenn auch nur per Web Cam, mehr begeistert, als von einer blechernen, mehr oder minder anonymen Stimme aus einem Lautsprecher. Um auf das Thema zurückzukommen: Es macht einen wesentlich persönlicheren, freundlicheren und vor allem menschlicheren Eindruck, wenn ich Interviewpartner überhaupt sehen kann, und zwar auch diejenigen, die nicht explizit in die Sendung gebeten wurden. Man gewährt solchen Gesprächspartnern also fast den gleichen Zugang zum Publikum wie dem eingeladenen Talk-Gast. Die von dir beschriebene Gruppe der „weniger medienkompetenten Nutzer“ ist außerdem nicht die Zielgruppe der rundshow, mal abgesehen davon, dass diese Gruppe auch immer kleiner wird. Rosamunde Pilcher Verfilmungen werden doch auch nicht für ein 18-24 jähriges Publikum produziert. Die Sendung hat Potential, sie lässt mehr Menschen zu Wort kommen und das auf einer demokratischen Ebene, wie sie vorher im Fernsehen noch nicht vorhanden war. Allein schon durch ihre App „Die Macht“! Auf ein Mal kann das Gesagte von allen Zuschauern live kommentiert werden, und nicht mehr nur durch den Applaus, bzw. dessen Ausbleiben, der Gäste im Studio. Die Zuschauer haben wirklich ‚Die Macht‘. Innovation!
„Was will ich und was will ich nicht?“
nb: Nun, über den Begriff der „Medienkompetenz“ , sowie darüber, ob die Gruppe der weniger medienkompetenten Nutzer tatsächlich kleiner wird, ließe sich wirklich sehr ausgiebig streiten. Gerne möchte ich an dieser Stelle den Kommunikationswissenschaftler Christoph Neuberger zitieren, der die grundlegenden Probleme sozialen Handelns, nämlich die der „Kontingenz“ und „Interdependenz“, also der Nicht-Berechenbarkeit und gegenseitigen Abhängigkeit, im Netz verschärft vertreten sieht. Die entscheidenden Fragen unserer Generation im Netz sind doch noch immer: Was will ich und was will ich nicht? Was wollen die Anderen und wie stimme ich mein Handeln mit den Andern ab? Nach Neuberger wächst mit der Zahl der Handlungsoptionen im Netz auch gleichsam das Misstrauen der Nutzer gegenüber den Erwartungen der Masse. Die Schwierigkeit im Umgang mit der Multioptionalität im Internet belegen uns Phänomene, wie jenes des inflationären Hypes, einer sekundenschnellen Überhitzung und Abkühlung der Inhalte.
sl: Du meinst also, wir brauchen Orientierung?
nb: Ja. Die Chance der Rundshow, denke ich, liegt deshalb darin, eine Orientierung zu schaffen, die zur Integration und nicht zur Fragmentierung der Inhalte im Netz beiträgt. Orientierung kann geschaffen werden, indem jene zu Wort kommen, die Ideen haben und nicht jene, die ausschließlich „empört“ sind. Orientierung kann die Sendung vor allem schaffen, indem sie die Partizipation ihrer Zuschauer nicht nur vorgaukelt, sondern tatsächlich praktiziert. Die Einbindung von Social Media darf nicht das Ventil verbildlichen, dass die Netzgemeinde regelmäßig ausrasten lässt, um sie dann wieder ruhig zu stellen. Die Innovation des Formats muss doch darin liegen, dem häufig orientierungslosen Diskurs des Internets eine Richtung zuzuweisen, um diesen erst dann mit Rezipienten sachlich, tiefgründig und interaktiv weiterführen zu können.
sl: In diesem Punkt gebe ich dir Recht. Man wird abwarten müssen, wie de Sendung angenommen wird und sich ein derartiges Konzept mittelfristig sogar etablieren kann. Insgesamt zeigt sich im Fernsehen ja ein Trend hin zur aktiveren Einbindung von Nutzern, bzw. Rezipienten, egal über welchen Kanal. Und für die Zukunft wünsche ich Gutjahr und Fiene auf jeden Fall alles Gute!
https://media-bubble.de/pictures/NEU_MediaBubble_Logo-300x93-1.png00Redaktionhttps://media-bubble.de/pictures/NEU_MediaBubble_Logo-300x93-1.pngRedaktion2012-05-27 20:58:552016-01-23 14:42:30Innovation? Die BR Rundshow
Diese Website benutzt Cookies. Mit einem Klick auf den Button "OK" bestätigst du, dass du damit einverstanden bist. Weitere Informationen erhältst du mit Klick auf den Button "Datenschutzerklärung".