Damals, als Kind…

von der Redaktion

Pumuckl – von Jasmin M. Gerst

Ob als Hörspiel oder im Fernsehen – von diesem rothaarigen Frechdachs konnte ich einfach nicht genug kriegen. Als Pumuckl in der Werkstatt am Leim vom Meister Eder kleben bleibt, verändert sich dessen Leben schlagartig. Der Junggeselle hat nun einen Kobold, der ihn jeden Tag aufs Neue ärgert. Die beiden gehen durch dick und dünn, bis hin zum großen Krach und der Versöhnung.

Dadurch, dass Pumuckl unsichtbar für andere Menschen ist, kam es einem immer so vor, dass wenn etwas fehlte, Pumuckl wieder am Werk gewesen war. Für mich ist und bleibt es meine Lieblingsserie, die ich sogar noch ab und zu heute schaue – denn was gibt es besseres wieder in die Kindheit hineinversetzt zu werden?

 

Tom und Jerry – von Andrea Kroner

Gleich wird Jerry von Toms Pranken zerquetscht – doch virtuos entkommt er wie immer dem sicheren Tod und haut dafür den Kater in die Pfanne. So oder ähnlich laufen die meisten Szenen bei den beiden Erzfeinden ab. Und trotz dieser einfachen Story schaffen sie es immer wieder, kleine und große Zuschauer zum Lachen zu bringen und von sich zu begeistern. Dabei kommen sie  erstaunlicherweise fast ohne Sprache aus, indem sie sich mit ausgeprägter Mimik und Gestik ausdrücken.

Besonders prägend an dieser Serie ist vor allem der Aspekt, dass sich die Beiden zwar immer gegenseitig ärgern, den anderen insgeheim aber doch irgendwie mögen und brauchen. Denn wenn es Jerry einmal doch geschafft hat, Tom aus dem Haus zu jagen, merkt er sehr schnell, wie langweilig es alleine ist und holt ihn zurück – und die Jagd geht wieder von vorne los.

 

Pippi Langstrumpf – von Elena Hodopp

Mit ihren roten abstehenden Zöpfen, ihren Sommersprossen und ihren bunten Socken kam sie daher. Unerschrocken, wild, stark und sich vor nichts fürchtend. Die Heldin meiner Kindheit konnte nichts ins wanken bringen. Die Villa Kunterbunt war der Ort meiner Träume. Ein Ort zum toben an dem einem keine Eltern Vorschriften machen, an dem man so lange wachbleiben darf wie man möchte und an dem man zu jeder Tages- und Nachtzeit Pfannkuchen machen durfte. Pippi Langstrumpf – wie gerne hätte ich dich mal persönlich getroffen.

 

Wickie und die starken Männer – von Laura Meis

Flacke, ein Wikingerdorf irgendwo im Norden, ein kleiner Junge kratzt sich an der Nase, kratzt sich unter der Nase, euphorischer Fingerschnipser und- „ Ich hab’s!“. Wer da keinen Kindhiets-Flashback bekommt, war wohl kein Kind der 70er/80er oder 90er. Ich habe jedenfalls meine tägliche halbe Stunde Fernsehzeit mit Wickie und den starken Männern verbracht. Wickie, der kleine Knirps mit den pinken Strumpfhosen, hat da gefährliche Abenteuer bestanden und immer die zündende Idee. Besonders schön, eigentlich passt der ängstliche Wickie ja gar nicht in die raue Welt der Wikinger, aber wer so clever ist, der kann auch mal so starken Männern sagen wo’s lang geht. Ein Outsider wird zum Anführer der Gruppe, wenn das mal kein gelungenes Fernsehmaterial für Kinder ist.

 

Batman – von Marius Lang

Die unverwechselbare Titelmelodie setzt ein, wir befinden uns in einer verzerrt-düsteren Entschuldigung einer Großstadt, Gotham, voller Abschaum und Verbrechen. Doch die Stadt hat einen Beschützer, ebenso finster und grimmig wie seine Heimat: Der dunkle Ritter, Batman.

Es gibt viele Gründe, warum Batman, die Animationsserie aus den 90ern, bis heute in Fan-Kreisen fast ausschließlich als die beste Adaption des Comichelden gilt. Die Animation ist bis heute akzeptabel, die Musik ist, wie oben erwähnt, herausragend, das Schauspiel der Sprecher ist, vor allem im englischen Original, exzellent und vor allem die Story hebt die Serie von der Konkurrenz ab: Die Folgen sind schlicht gut geschrieben, besser als die meisten Serien die ansonsten so über die Mattscheiben flimmerten und bis heute flimmern. 1992 entstanden um auf den großen Erfolg der Batman-Filme von Tim Burton aufzuspringen und mit Unterbrechungen bis 1997 eine feste Säule guter Unterhaltung (ja, die vierte Staffel war gut) war es Batman, die mich damals nicht nur zu einem Fan des Titelhelden machte, sondern auch mein Interesse an der Quelle weckte und somit großen Anteil an meiner Liebe zu Comics hatte. Die Serie, vor allem das Original, ist jedem empfohlen, auch solchen, die keine Comicfans sind.

 

Löwenzahn – von Sanja Döttling

Peter Lustig war der verrückte Onkel, den ich immer haben wollte. Gut, mein Onkel ist auch nicht schlecht, aber Herr Lustig war nochmal von einem ganz anderen Schlag: der lebte in einem Bauwagen und erlebte Abenteuer. Vielleicht war Peter Lustig auch eine Inspiration für mein Studium: schließlich war Peter Lustig nichts anderes als ein investigativer Journalist, und hat sich Fragen gestellt, die jeden interessieren: Warum Shampoo brennt wenn man es zu lange auf der Haut lässt, oder warum Unkraut eigentlich so heißt. Während der Sendezeit schaffte es Onkel Lustig, einfache und komplizierte Dinge anschaulich zu erkären und in (völlig ungestellten) Szenen die richtigen Experten auf der Strasse aufzugabeln.Und dass Herr Lustig keine Kinder mag, ist übrigens aus dem Zusammenhang gerissen.

Aber vor allem dieser Bauwagen. Der war toll! So ein wollte ich immer haben: stellte ich mit gemütlich vor. Nun, um einige Erfahrung im Bereich von Zimmern mit einstelliger Quatratmeterzahl, ist auch dieser Traum verflogen. Naja, da hilft nur eins: Abschalten.

 

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