Beiträge

Unternehmertum, soziales Engagement und … Medienpraxis!

Ohne soziales Engagement würde unsere Gesellschaft in vielen Bereichen nicht mehr funktionieren! Im Rahmen von Social Entrepreneurship beschäftigen sich jetzt auch immer mehr (Jung)Unternehmer mit der Lösung von gesellschaftlichen Problemen – doch was hat das mit Medienwissenschaften zu tun? Teil 1 der neuen Reihe zu sozialem Engagement in der Welt der Medienpraxis.

Schluss mit der Informationsflut

Die digitale Welt kann manchmal eine echte Herausforderung sein. Smartphones, Laptops oder Tablets – jeden Tag, rund um die Uhr, sind wir auf der ganzen Welt miteinander vernetzt und übermitteln uns Informationen. In Form von Texten, Zahlen oder Fakten werden wir geradezu von einer Informationswelle überrollt, die für uns kaum zu bewältigen ist.

Endlose Leinwände und digitale Comics

Autor: Marius Lang

Illustration: Henrike Ledig

Mit dem Wandel der Technologie geht immer auch ein Wandel der Medien einher. Der Film hat sich seit seinen Anfängen in einem konstanten Zustand der Veränderung befunden, stets beeinflusst von neuen Technologien zur Produktion, Speicherung und Sendung an die Adressaten. Von den ersten bewegten Bildern der Gebrüder Lumière über den Tonfilm, den Farbfilm, Fernsehen, VHS, DVD und schließlich das Internet und Portale wie Netflix, immer haben technische Neuerungen den Film mit beeinflusst. Dies ist bei dem Medium des Comics nicht anders. Neuere Methoden der Zeichnung, Kolorierung und des Drucks haben den Stil des Comics geprägt und verändert. Und auch das Internet mit all seinen Schwierigkeiten und neuen Möglichkeiten für das Medium trägt dazu bei, dass sich Verlage, Künstler und Leser von Comics immer mehr mit diesem Feld auseinandersetzen. Digitale Comics sind das Stichwort: Einige sehen in ihnen ein Problem, ein Risiko für die Industrie. Andere bleiben optimistisch und sehen gleichermaßen neue Möglichkeiten für die Kunst und den Vertrieb und damit auch für die Leser. Eine gesunde Einstellung, erst recht in einem Medium, dass gerade dieser Tage die Basis gewaltiger Franchises in Film und TV bildet.

Panels auf dem Bildschirm

Nun stellt sich die Frage, was genau Digitale Comics eigentlich sind. Unter diesem Begriff kann man viele verschiedene Formen des Mediums verstehen. Webcomics, die zumeist exklusiv im Netz einsehbar sind, sind dabei eine der populärsten Inkarnationen. Allerdings zählen auch digitale Versionen von Comics dazu, die oft zusätzlich in gedruckter Form erhältlich sind oder waren. In seinem Buch Reinventing Comics befürwortet Scott McCloud, dass wir unser allgemeines Verständnis von Comics nicht in der gleichen Form auf digitale Comics übertragen können, insbesondere, weil digitale Comics nicht denselben Regeln folgen müssen, denen sich das Print-Format unterwerfen muss. So funktionieren viele digitale Comics nicht auf dem Papier oder lesen sich, wenn sie denn in gedruckter Form erscheinen, teilweise oder gänzlich anders. Vielen Zwängen, denen sich klassische Comics unterwerfen müssen, können digitale Comics durchbrechen. Das eigentlich übliche Konzept, nachdem Comics ihre Erzählung Seite pro Seite staffeln müssen, um den Leser zum umblättern zu bewegen, ist in digitaler Form nicht gegeben. Stattdessen könnten diese Comics ihre Panels ewig nebeneinander legen, ein Konzept, welches McCloud als „infinite canvas“ bezeichnet. Digitale Comics stellen somit Künstler wie Autoren, Verlage und sogar den Leser vor andere, neue Herausforderungen, bringen aber auch völlig neue Möglichkeiten des Storytellings und Lesevergnügens mit sich, mit denen es zu experimentieren gilt.

Konzept der Zukunft?

Neue Möglichkeiten bringen oft eine Sache mit sich: Ängste. Auch digitale Comics sind davon nicht ausgenommen. Eine große Angst, die vor allem große Verlage herumtreibt, ist die Furcht vor Profitverlust. Oft vorgehalten ist die Angst, dass digitale Comics die Verkäufe von gedruckten Comics deutlich mindern würden, dass illegale Downloads und Online-Piraterie zunehmen würden. Diese Ängste haben viele der großen Verleger, insbesondere MARVEL, DC Comics oder Image Comics davon abgehalten, bereits früh auf den Zug aufzuspringen und ihre Produkte auch oder teilweise exklusiv online zu vertreiben. Dabei waren die Möglichkeiten bereits sehr früh vorhanden. 2007 wurde die Online-Plattform ComiXology gegründet, ein cloudbasierter Vertrieb digitaler Comics. 2014 wurde der Betrieb von Amazon.com aufgekauft. Dieser Tage bietet die Website eine breite Auswahl an digitalen Comics an, sowohl von großen Herausgebern als auch von kleineren Independent-Verlagen und freien Künstlern und Autoren. Die digitalen Comics sind oft günstiger als ihre gedruckten Ausgaben und der Erfolg von E-Readern und Tablets als ernstzunehmende Alternative zu Büchern spricht ebenfalls dafür, einen ernsthaften Blick auf digitale Comics als Alternative zum gedruckten Comic zu werfen. Doch auch in einer anderen Hinsicht sind digitale Comics für die Welt von besonderer Bedeutung. Was man nicht vergessen darf ist, dass Comics auch Kunst sind. Kunst, die es zu erhalten gilt.

Viele Comics werden im Print nie neu aufgelegt oder sind nur in teuren Kollektionen noch aufzufinden. Doch die digitale Revolution ermöglicht es uns als Lesern, Comics zu rezipieren, die möglicherweise seit Jahren schon nicht mehr gedruckt werden, da ein Vertrieb auf Papier nicht veritabel wäre. Da viele Kosten, für Papier und Druck etwa, bei digitalen Comics wegfallen, stellen diese für Verlage eine durchaus profitable Möglichkeit dar, Comics der Vergangenheit für die Nachwelt und künftige Leser  zu erhalten. Ein weltweit und simpel zugänglicher Tresor, gefüllt mit Geschichten aus der Vergangenheit.

Endlose Leinwand, endlose Möglichkeiten

Es ist freilich schwer zu sagen, was die Zukunft noch für neue Technologien mit sich bringt, die eventuell die Comicwelt erneut revolutionieren. Wichtig ist es, diesen neuen Technologien ihre Chance zu geben und somit möglicherweise neue Wege zu finden, die Welt des Storytellings in Comics neu auszulegen. Ängste, dass das gedruckte Werk deswegen aussterben würde, sind hierbei zwar verständlich, aber sollten niemals im Weg stehen, neue Wege zu gehen und neue Ideen auszutesten. Stattdessen sollten Verlage, Autoren und Künstler sich damit auseinandersetzen, wie man den gedruckten Comic auch in der Zukunft erhalten kann, in Koexistenz mit digitalen Werken. Bücher sind schließlich nicht verschwunden, nur weil E-Books existieren. Und Digitale Comics geben Künstlern neue Möglichkeiten, sich zu verwirklichen. Viele Webcomic-Künstler sind dieser Tage so erfolgreich wie bekannte Comicautoren, eine Leistung, die sie im hart umkämpften Printgewerbe vielleicht nie erreicht hätten.

Digitale Comics haben noch einen weiten Weg vor sich. Doch es ist für alle Beteiligten, Produzenten wie Konsumenten, wichtig, diesen Weg mitzugehen. Scott McCloud sagt, wir sollten digitale Comics mit anderen Augen betrachten als ihre gedruckten Gegenstücke. Doch er bleibt dabei optimistisch, sieht die Möglichkeiten und weniger die Schwierigkeiten. Er plädiert dafür, dass man neue Technologien nutzen sollte, neue Wege der Kunst zu erschließen. Und mit einem Klick können wir völlig neue Comic-Welten betreten.

Empfehlung:

Reinventing Comics: How Imagination and Technology Are Revolutionizing an Art Form – Von Scott McCloud (2000)

Papier- und Kostenlos.

von Sanja Döttling

Werden mit Zeitungspapier ausgelegte Biomülleimer, der morgendliche Gang in Pyjama zum Briefkasten bei minus elf Grad und vom Regen unleserliche Titelseiten bald der Vergangenheit angehören? Werden wir bald alle eine digitale Zeitung haben, die nur die Nachrichten anzeigt, die wir sehen wollen?

Zeitung ohne Seiten

Die Verkaufszahlen von Tablet-PCs steigen und die Käuferschicht von Papierzeitungen schwindet. Ist die Zeit reif für eine Zeitung 2.0? In der Theorie ja, auch wenn die Idee einer digitalen, personalisierten Zeitung nicht ganz neu ist: Schon 1995 wurde das Konzept dafür entwickelt und zehn Jahre später ging die Seite Daily Me online. Inzwischen haben sich auch andere Anbieter für so genannte News Aggregatoren gefunden. Beispiele sind Flipboard, Zite, Yahoo Livestand, AOL Editions und Google Currents und Pulse. Diese Angebote stellen Webcontent mit einer Art „Zeitungsoberfläche“ dar. Sie sollen übersichtlicher sein und dem Lesern ersparen, sich mühsam Artikel von vielen unterschiedlichen Webseiten zusammenzuklauben. Oder gar diese altmodische Papierzeitung aufzuschlagen, von der man noch nie wusste, wie man sie am besten halten soll.   

Zeitung von vielen – ganz für mich allein

Was diese neue Form des Zeitunglesens so interessant macht, ist ihre Lernfähigkeit: Das Leseverhalten der Benutzer beeinflusst die Artikel, die in die „persönliche Titelseite“ eingebunden werden. Manche Anbieter wie Flipboard nutzen auch die in Sozialen Netzwerken geposteten Links von Bekannten, um Interessen der Benutzer zu erspüren. Angebote wie das kostenlose Google Currents setzen dabei nicht auf eigene Artikel, sondern arbeiten in Kooperation mit 150 Verlagshäusern und verschiedenen Blogs. Für kreative Schreiberlinge bietet es auch die Möglichkeit, eigene Artikel zu erstellen.

Und Deutschland?

Der Axel-Springer-Verlag will ebenfalls ins Zeitungs-Aggregator-Geschäft einsteigen und präsentiert dazu MyEdition. Nachteil: Dieser Aggregator wird nur Artikel und Texte aus dem Springer-Haus vereinen, dazu gehören BILD, Die Welt, Hamburger Abendblatt und viele mehr. Und: Kosten soll das Ganze auch etwas. „Wir werden 2012 noch entschiedener auf Bezahlinhalte im stationären Web umschwenken“, sagte Springer-Chef Mathias Döpfner. Bis jetzt ist myEdition aber noch in der Betaversion.

Zeitung ohne Neuigkeiten

Gegner der digitalen Zeitungs-Apps führen ein Argument ins Feld, dass auch in der Medienwissenschaft behandelt wird: Wenn wir nur das Lesen, was uns interessiert, und uns auch nur die Artikel angeboten werden, die wir lesen wollen – dann schauen wir nicht mehr über den Tellerrand unserer Interessen hinaus. Dies nennt sich dann „Filterblase“, was Eli Pariser in seinem Buch „The Filter Bubble: What the Internet is Hiding from you“ beschreibt.

Dabei greift Eli Pariser auch auf die Gatekeeper-Theorie zurück. Diese besagt, dass Journalisten in Redaktionen die ankommenden Nachrichten aussortieren und dem Leser nur eine Auswahl der tatsächlichen Meldungen präsentieren.
Diese Aufgabe des Filterns wird jetzt von den Journalisten auf Such-Algorithmen im Internet verlegt, wie wir es etwa von Amazons Empfehlungen kennen. Doch trotzdem: In den Zeitungen gab es immer Seiten zu festgelegten Ressorts, wie Politik, Sport oder Kultur. Und wer noch Zeitung liest, merkt schnell: Oft bleibt man dann doch an Artikeln hängen, nach denen man nicht suchte. Eine altmodische Papierzeitung – eine Art Flohmarkt für Artikel, auf dem man ungehindert stöbern kann. Und die Titelseite liest man ja doch immer. Zumindest die Überschriften. Denn: Wenn am nächsten Tag der Kommilitone kommt und fragt: „Hast du das mit Wulff gelesen?“, hat man das gelesen, ja zumindest überflogen.

Aber auch gegen die bemängelte, zu enge Eingrenzung der Artikel bei Zeitungs-Aggregatoren ist ein Algorithmus gewachsen. Der wirft hin und wieder unerwartete Artikel auf die digitale Titelseite. Neue Möglichkeiten bietet hier auch der Filter über Soziale Netzwerke: So werden Artikel ausgewählt, die Bekannten gefallen. Bekannte, mit denen man ganz andere Interessen teilt. Auch so bleibt eine gewisse Varianz erhalten.

Teure Technik – und jetzt?

Apropos Technik. Die meisten Zeitungs-Aggregatoren setzen ein Tablet-PC – oder doch zumindest ein Smartphone mit Internetverbindung und den Willen, sehr kleine Buchstaben entziffern zu wollen –  voraus. Seit 2010, dem Jahr, in dem Apple den iPad auf den Markt brachte, wurden in Deutschland 2,3 Millionen Tablet-PCs verkauft. Damit erreichen Tablet-PC sicher nicht die große Masse – zumindest bis jetzt nicht. Allerdings sagt die Bitkom weiterhin steigende Verkaufszahlen voraus, und schon dieses Jahr sollen mehr Tablets als Laptops verkauft worden sein.

Es gibt tausend weitere Gründe für und gegen digitale zeitungsähnliche Neuigkeitenverkünder. Wer hat schon die Zeit, sich so eine personalisierte Zeitung zu generieren? Wer will schon am Bildschirm lesen? Hinter einem Tablet-PC kann man sich am Frühstückstisch nicht verstecken. Dafür liegt ein Tablet-PC nicht aufgeweicht im Briefkasten; die digitale Zeitung (fast) immer online und somit aktueller als jedes andere Medium. Oft sind die Aggregatoren auch kostenlos. Aber ob deswegen die Papier-Zeitung aussterben wird? Mit was legen wir dann den Biomüll aus?

Foto: flickr/yago1.com (CC BY-NC-ND 2.0)

Einmal neu, bitte!

von Alexander Karl

Über was hat man sich eigentlich den ganzen Tag Gedanken gemacht, bevor Thomas Gottschalk seinen Abschied von ‚Wetten dass…?‘ bekanntgab? Da hat das ZDF seinen friedlichen Volksmusik-Dösschlaf gehalten und darauf gehofft, dass ZDFneo schon irgendwie die jungen Menschen erreicht. Da mussten Promis Drogen- und Sexeskapaden vermelden, zumindest mal eine Trennung, um die Schlagzeilen zu beherrschen. Heute reicht ein einfaches ‚Nein‘, um auf die Titelseiten zu kommen. Aber dann schon ein gewichtiges: Wenn man nicht gerade die Bundespräsidentschaft ablehnt, dann schon wenigstens ‚Wetten dass…?‘ Und natürlich überlegen auch die Journalisten und Blogger fleißig, wer denn der oder die Neue werden könnte – wenn überhaupt.

Es war eine kuriose Woche – nach Kerkelings Absage als ‚Wetten dass…?‘-Nachfolger wird plötzlich so in etwa jeder Name der Branche gehandelt: Von Frank Elstner, Ur-Vater des Formats, über Anke Engelke, Joko und Klaas oder eben einfach wieder Gottschalk: Geschrieben und überlegt wird viel. Aber wieso überhaupt?

‚Wetten dass…?‘ hat Tradition

Jeder Deutsche kennt die Show – aber nun mal zumeist in Verbindung mit Gottschalk. Deshalb ist es auch nur schlau von Kerkeling, Schöneberger und Co. ein ‚Nein‘ in die Kameras zu hauchen – zu groß wäre die Gefahr, nicht in Gottschalks Schuhe zu passen. Anke Engelke (auch sie wird als Nachfolgerin gehandelt) kann eigentlich ein Lied davon singen – als sie Harald Schmidt beerben wollte, ging das auch nicht lange gut.

Also: Alles neu?

Nein sagt der frühere RTL-Programmdirektor Helmut Thoma: ‚Wetten dass…?‘ sei von ‚Das Supertalent‘ und ‚Schlag den Raab‘ abgelöst worden, die Show gehöre eingestellt. Aber diesen Schritt wird das ZDF kaum ohne einen Neuversuch wagen, immerhin ist es das Flaggschiff des Senders. Eher würde Thomas Bellut wohl Verona Pooth vor sich hin blubben lassen, als ‚Wetten dass…?‘ sang- und klanglos ins TV-Nirvana eingehen zu lassen. Aber wer soll es richten? Derzeit gilt lediglich als gesichert, dass es erneut ein Duo sein soll – vielleicht auch wieder mit Michelle Hunziker. Doch – und wieder heißt es vielleicht – wird Michelle Hunziker so etwas wie das Nummerngirl der Show, das durch die Wetten führt. Denn als Hauptmoderatoren sind derzeit Joko und Klaas im Gespräch. Die Carmen-Nebel-Fans werden aber kaum etwas mit den beiden Namen, geschweige denn mit ihrem Humor, etwas anfangen können. Würde man die beiden aber mit einer gewissen Narrenfreiheit ausstatten, durch die wieder sie noch das ZDF sich verraten fühlen, könnte das Duo wirklich eine gute Wahl sein.

Joko und Klaas als die neuen Gottschalks?

Nein, eben nicht! Joko und Klaas wären weder die Nummer 1 auf der Nachfolger-Liste, noch überhaupt erwartbar gewesen, hätte Kerkeling nicht seinen Hut aus dem Ring genommen. Kurz: Sie wären eine Überraschung und so wäre ‚Wetten dass…?‘ auch wieder eines – spannend, überraschend, neu. Es wäre ein Statement des ZDF, nicht nur dem demographischen Wandel zu huldigen, sondern ein Publikum jenseits der 40 ansprechen zu wollen und somit dem breiten Informations- und Unterhaltungsauftrag endlich zu entsprechen. Denn wenn man im Hauptprogramm des ZDF nach jungen Formaten sucht, findet man meist nur solches für die ganz Jungen – von logo bis Löwenzahn unterhält man die Kiddies. Doch was ist mit der Generation der ‚digital natives‘? Entweder hat das ZDF sie bereits aufgegeben oder hofft sie mit ZDFneo zu locken. Doch längst empfängt nicht jeder ZDFneo, wahrscheinlich weiß ein Gros der Generation nicht mal von der Existenz des Senders, da es dem Fernsehen an sich bereits resignierend den Rücken zugekehrt hat. Es hilft aber nicht, nur über den Verlust von jungem Publikum zu klagen und mit Telenovela wie ‚Herzflimmern‘ auf Quotenfang zu gehen, um wenigstens so den Privaten etwas entgegen zu setzen. Stattdessen müssten die Entscheider im ZDF endlich Mut beweisen und alte Zöpfe abschneiden, anstatt sie einfach neu zu flechten. Dann sollte man hinter den Kulissen einen Raab gemeinsam mit Joko und Klaas ein Konzept ausarbeiten lassen, in dem es noch immer Musik, Show und Nervenkitzel gibt – aber eben zeitgemäß. Und plötzlich würden nicht mehr nur Oma und Enkel vor dem Fernseher sitzen, sondern auch die Jugend. Oder es sich zumindest in der Mediathek ansehen.

Foto: flickr/Funky64 (www.lucarossato.com) (CC BY-NC-ND 2.0)