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Queer as… what?

von Alexander Karl

Queer as Folk, das bedeutet Unterhaltung. Und Sex. Sogar schwulen und lesbischen Sex. Doch die simple Gleichung, dass Queer as Folk eine einzige Parade der Schwulen und Lesben wäre, greift zu kurz: Homophobie, HIV und AIDS werden immer wieder thematisiert. Jetzt feiern bei der Queer as Folk-Convention Fans der Serie sich und die Protagonisten. Aber noch viel mehr.

Wer will das spielen?

Nach dem Erfolg der Orginalserie in Großbritannien im Jahr 1999 sollte Queer as Folk 2000 auch beim US-Pay-Sender Showtime anlaufen. Ein großes Problem war: Wer wollte diese Rollen überhaupt spielen? Wurde man nach einem Auftritt in Queer as Folk nicht automatisch nur noch für schwule Rollen einsetzbar? So stand Showtime vor einem großen Problem: „Showtime had a hard time recruiting actors from big agencies, fearful of their clients‘ being typecast as gay. […] Several fashion designers (of all industries!) even refused to have their products placed in the series. The producers eventually cast almost all unknowns.“

Denn die Charaktere in Queer as Folk waren allesamt eines: Extrem. Und das auf ihre individuelle Art und Weise: „Michael is the child-like innocent, Brian the promiscuous prowler, Ted, the serious nerdy type, and Emmett, the flaming queen” (Cramer, 2007, S. 413). Diese Beschreibung entbehrt natürlich nicht einer gewissen Stereotypisierung, die aber nicht gänzlich falsch ist. Aber hinter jedem Charakter verbirgt sich deutlich mehr, als man vielleicht im ersten Moment denken könnte. So ist die „flaming queen“ Emmett zwar tatsächlich ein wenig tuckig, steht aber vollkommen zu sich und seiner Sexualität. In der fünften Folge der ersten Staffel sagt er: „Steh zu dir oder versink in der Hölle“.

Neben den erwähnten Charakteren bekommt die Männerclique bereits in der ersten Folge zuwachs: Der erst 17-Jährige Justin, der zunächst als recht naiv dargestellt wird. Auf Brians Frage, ob Justin Lust auf die Droge Special K habe, antwortet er: „Ich mag eher Frosties.“ Doch schnell wird deutlich, dass Justin sich als Schwuler akzeptiert und das auch gegen Widerstände – etwa seinen Vater – durchsetzt und sich nicht beirren lässt. In der fünften Folge der ersten Staffel sagt er: „Ich mag Schwänze. Ich möchte von Schwänzen gefickt werden. Ich möchte Schwänze lutschen. Ich mag es Schwänze zu lutschen. Das mach ich auch richtig gut.“

Die Themen von Queer as Folk

„Eins müsst ihr wissen. Es dreht sich alles um Sex. Es ist wahr. Es heißt, Männer denken alle 28 Sek an Sex. Jedenfalls Heteros. Schwule Männer alle 9 Sekunden. […] Es dreht sich alles um Sex. Außer wenn du’s gerade tust, dann geht’s nur darum: Wird er bleiben, wird er gehen, wie bin ich, was mach ich hier eigentlich?“

Ja, Sex spielt eine große Rolle in der Serie. Doch sich nur auf Rein-raus-Spielchen zu versteifen, würde Queer as Folk nicht gerecht werden. Viele weitere Probleme der schwulen (und allgemein homosexuellen) Welt werden immer wieder aufgegriffen. So wird bereits zu Beginn der Serie HIV und AIDS thematisiert. Etwa durch Justin, der bei seinem ersten Mal mit Brian ihn dazu auffordert, ein Kondom zu verwenden. Oder durch die Einführung von Vic, Michael Onkel, der an AIDS erkannt ist. In der zweiten Staffel wird mit Ben ein HIV-positiver Charakter als Protagonist der Serie eingeführt, in den sich Michael verliebt. In der vierten Staffel wird der HIV-positiver Stricherjunge Hunter von Michael und Ben adoptiert, wobei mit der Thematik von minderjähriger Prostitution ein weiteres Tabu gebrochen wird. Ebenfalls ein Thema ist die Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare: So kommt in der ersten Folge das biologische Kind der lesbischen Lindsay und dem schwulen Brian zur Welt, das später von Lindsays Partnerin Melanie adoptiert wird. Nicht zu vergessen ist auch die Thematisierung von Homophobie und die Beschneidung homosexueller Rechte. Justin wird sowohl in der Schule, als auch von seinem Vater wegen seiner sexuellen Orientierung attakiert, am Ende der ersten Staffel sogar zusammengeschlagen.

Queer as Folk – das sind fünf Staffel Unterhaltung, die weit über das herausgehen, was die Fernsehlandschaft bis dahin gesehen hat. Schwuler und lesbischer Sex, Homophobie in all seinen Schattierungen und ein differenziertes Männerbild – und gerade letzteres ist ein großes Novum in der Fernsehlandschaft.

Mit der Rise’n’Shine-Convention zur Serie in Köln vom 8.-10.6.2012 wird nicht nur die Serie gefeiert, sondern auch ihr Einsatz für homosexuelle Belange. Und das ist wirklich ein Grund zu feiern.

Foto: flickr/saffirahweb (CC BY-NC-ND 2.0), flickr/saffirahweb (CC BY-NC-ND 2.0)

Wie kam der Sex in die City?

von Alexander Karl

Wir kennen Carrie Bradshaw und ihre Freundinnen als sexy Vamps aus der US-Erfolgsserie „Sex and the City“. Doch wie wurde Carrie zu der Frau, die wir in sechs Staffeln und zwei Filmen bewundern durften? Diese Frage wird jetzt doppelt geklärt – einerseits in den Büchern der Bradshaw-Schöpferin Candance Bushnell, andererseits in einer  neuen Serie auf Basis der Bücher.

Das ‚alte‘ Sex and the City

Bereits die erste Sex and the City-Serie basierte auf dem gleichnamigen Buch von Candance Bushnell, das 1997 erschien. 1998 startete dann die Serie durch und erzählte von vom Leben, Lieben und Shoppen in New York. Zwei – mehr oder minder erfolgreiche und sehenswerte – Kinofilme später, stellten sich nicht nur die Fans der Serie die Frage, wie es nun weiter gehen soll. Immer wieder gab es Gerüchte, dass es einen dritten Kinofilm geben soll. Dann hieß es wieder, dass die eigentlichen Hauptdarstellerinnen zu alt für den Job seien und es keine Fortsetzung gäbe. Sarah Jessica Parker und Kristin Davis – die in der ursprünglichen Serie Carrie und Charlotte spielten – sprachen sich gegen ein Prequel aus: „And then have like different people with our names? It’s kind of freaky“, so Davis.

Ob es eines Tages doch noch einen dritten Film mit dem alten Cast geben wird, scheint bisher noch offen. Fest steht aber: Es wird ein Prequel der Erfolgsserie geben.

Das ’neue‘ Sex and the City

Mit The Carrie Diaries zeigte Candance Bushnell die junge Carrie in ihrer Zeit vor New York. Sie lebt in einer Kleinstadt bei einem alleinerziehenden Vater und will mehr vom Leben. Dieses Mehr wird dann in Summer and the City, dem zweiten Teil der Buchreihe, beschrieben. Dort lernt sie in New York die verlobte Samantha und die Feministin Miranda kennen. Eingefleischte Serien-Fans wird Summer and the City zunächst etwas verwundern: Eine kochaffine Carrie? Eine verlobte Samantha? Candance Bushnell verteigt die neue Vergangenheit der Charaktere:

The little differences between the show and the books feel incidental to me. They may not to other people, but as the writer and the creator, the characters still feel like the characters in both iterations. […]

You know, the way it was in the show just didn’t work in the book. I know there’s also a brief mention in the show about Carrie losing her virginity at 15 in her basement, but that doesn’t work in the book either. Where is she going to go as a character in these books if she loses her virginity at 15? It doesn’t make sense here. If it’s an off-hand remark in a series, it’s fine, because they’re never going to revisit it.

Nun soll auf Grundlage der beiden neuen Bücher auch eine neue Serie auf die Bildschirme kommen – und genauso wie die Bücher die Vergangenheit von Carrie und Co. beleuchten. Der Pilot der Serie wurde bereits vom US-Sender The CW geordert und auch der Inhalt der Serie ist bereits durchgesickert. Doch viele Fragen sind noch offen: Wer soll Carrie und ihre Freundinnen spielen? Von bekannten Namen bis hin zur jüngsten Vermutung, ein völlig unbekanntes Gesicht zu nehmen, scheint alles möglich.

Die Frage aber bleibt: Kann die neue Serie – die zudem auch detailgetreu in den Achtzigern spielen wird – tatsächlich an die Erfolge der ersten Serie anknüpfen? Oder will man die Marke Sex and the City solange schröpfen, bis sie völlig wertlos ist?

Es ist zumindest ein cleverer Schritt, die Vorgeschichte der Damen zu erzählen und nicht einen dritten Film zu drehen – so gerne mancheiner die Schauspielerinnen wiedersehen würde. Denn der zweite Teil wurde von Kritikern in der Luft zerrissen und auch Chris Noth – Carries Mr. Big – äußerst sich kritisch über die späten Tage der Serie. Außerdem – und das zeigte leider auch das letzte Film – spielen sowas der Sex, als auch die City nur noch eine Nebenrolle. Vielleicht ändert sich das ja mit dem Prequel.

 

Foto: flickr/Associated Fabrication (CC BY 2.0)

Hart of Dixie – Serie mit Subtext

von Alexander Karl

„Hart of Dixie“ klingt für deutsche Ohren wohl zunächst einmal nach Dixiklo, doch damit hat die US-Serie mit der Speerspitze Rachel Bilson nun wirklich nichts zu tun. Stattdessen geht die Serie bekannte Wege des Dramedy – und kann sogar einen Subtext liefern.

Story und Abgründe

Zoe Hart, angehende Ärztin aus Leidenschaft, will in New York eigentlich Chirurgin werden. Doch mit ihren sozialen Kompetenzen ist es nicht so weit her und so soll sie zunächst ein Jahr als Hausärztin arbeiten, bevor sie wieder in der Klinik vorstellig werden darf. Da trifft es sich, dass ihr ein Unbekannter einen Platz in einer Praxis in Alabama anbietet – und dieser Unbekannte ist, wie sich später herausstellt, ihr leiblicher Vater. Doch er stirbt vor Zoes Ankunft, weshalb sie sich die Praxis mit dem arroganten Dr. Brick Breeland teilen muss. Dessen ebenso hochnäsige Tochter Lemon wird schnell zur Intimfeindin von Zoe, die sich in Alabama ganz schön umgewöhnen muss…
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Und damit beginnt das verrückte Landleben von Zoe Hart in Bluebell, einem fiktiven Ort im Süden der USA. Zahlreiche – für Dramedy-Serien nicht unübliche – Erzählstränge darf der Zuschauer verfolgen: Da wäre natürlich das (Über-)Leben in einer Kleinstadt, die der modebewussten (Klischee-)New Yorkerin nicht unbedingt wohlwollend gegenüber steht. Gerade Lemon Breeland wirft Zoe immer wieder Steine in den Weg, auch, weil Lemons Verlobter George Tucker und Zoe sich gut verstehen. Aber da ist der Bürgermeister von Bluebell, Ex-Footballer Lavon Hayes, der Zoe unter seine Fittiche nimmt, aber mal eine Affäre mit Lemon hatte. Kurz und gut: Das Gefühlskarussell dreht sich gleich zu Beginn schnell.

Doch Hart of Dixie ist nicht so stereotyp, wie man auf den ersten Blick meinen könnte: Alle Figuren haben ihre Geheimnisse und persönlichen Abgründe, in der Fachsprache nach Shakespeare flaws genannt. Die Eiskönigin Lemon wurde etwa früh von ihrer Mutter verlassen und übernahm deren Rolle für ihre jüngere Schwester. Sie wie auch ihr Vater Brick sorgen sich um das schöne Bluebell, in das Zoe nun einmal nicht passt, und verteidigen die Tradition der Stadt.

Gelungen ist übrigens auch die Homepage der (fiktiven) Stadt Bluebell, die für Fans der Serie einige Hintergrund-Infos bereithält und mit einigen Querverweisen ausgestattet ist: So finden sich Straftaten, die in der Serie begangen werden, auf der Seite unter Police Logs.

Serie mit Subtext

Der Titel der Serie verrät schon: Es gibt einen Subtext. Denn „Heart of Dixie“ ist der Spitzname von Alabama, wo die Serie spielt, benannt nach einer Zehndollarnote, auf der ‚dix‘ (französisch für zehn) stand. Gleichzeitig ist Zoes Nachname ‚Hart‘ und was fehlt Zoe zumindest zu Beginn der Serie? Genau, Herz und Mitgefühl, gerade auch für die Patienten. „Hart of Dixie“ kann man durchaus als einen Aufruf zur Herzlichkeit verstehen, was sich eigentlich auch die Bewohner von Bluebell auf die Fahne geschrieben haben. Die Serie hat eine Sozialkritik inne, die den äußeren Schein und das innere Sein der Figuren beleuchtet und hinterfragt. Jede Figur hat nachvollziehbare Ziele, die auch aus ihren Hoffnungen und Ängsten entstehen. Damit geht die Serie durchaus in Richtung Desperate Housewives, doch zumindest zum Ende der ersten Staffel kann man noch nicht so viel Absurdität in der Handlung wie bei Susan, Bree und Co. erkennen. Stattdessen sorgt nicht nur Rachel Bilson für ein gewisses O.C., California-Feeling: Dort spielte sie Summer, Seths Freundin, und auch Josh Schwartz tritt wieder als Produzent in Erscheinung. Und auch die Atmosphäre, die Wärme der Bilder und die gelungenen Dialoge lassen an O.C., erinnern. Während die Quoten nicht atemberaubend sind, ist die Internetgemeinde doch weitestgehend positiv gestimmt: In der renomierten InternetmovieDatabase (IMDb) hat die Serie eine Bewertung von 7,6/10 Punkten und liegt damit vor Platzhirschen wie Grey’s Anatomy (7,2) oder Desperate Housewives (7,5).  Zum 23. Januar 2012 wird die 1. Staffel in den USA auf The CW fortgesetzt. Bis dato sind erst 10 der 22 Episoden ausgestrahlt worden. Auch der Gala-Blog lobt die Serie bereits, obwohl für Deutschland noch kein Sendetermin in Sicht ist – aber es wäre für mich nicht verwunderlich, wenn ProSieben irgendwann mit „Hart of Dixie“ aufwarten würde.

 

Foto: flickr/Luciano Consolini  (CC BY-NC 2.0)

Der neue Tod

von Alexander Karl

Einschusslöcher, Blutlachen und Co. gehören heute zu einem guten Krimi dazu. Der Zuschauer soll immerhin wissen, was dem Toten passiert ist. Die amerikanische Serie ‚Six feet under‘ setzte neue Maßstäbe im Umgang mit dem Tod und der expliziten Darstellung von Toten. Doch auch beim deutschen ‚Tatort‘ wird nicht mehr auf dezente Tode und Tote gesetzt.

Tatort Deutschland

„Im Verlauf der untersuchten 40 Jahre hat sich die Bebilderung des Todes deutlich verändert. Die Todesdarstellungen sind heute so intensiv und direkt wie nie zuvor“, sagt der Kommunikationswissenschaftler Stephan Völlmicke. Für seine Doktorarbeit „Vierzig Jahre Leichenshow – Leichenschau. Die Veränderung der audiovisuellen Darstellung des Todes im Fernsehkrimi TATORT vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels im Umgang mit Sterben und Tod“ untersuchte er 82 Tatort-Folgen von NDR und WDR und stellte fest, dass der Tod heute weithin aus der naturwissenschaftlichen Perspektive betrachtet wird. „Der Tatort war schon immer ein Spiegelbild der Gesellschaft. Die aktuellen Todesdarstellungen sind ein Seismograph für den gesellschaftlichen Umgang mit Sterben und Tod“, so Völlmicke. Die Dialoge sind etwa viel häufiger gespickt mit wissenschaftlichen Termini und auch das heute vierfach häufigere Auftreten von Gerichtsmedizinern lässt den Kommunikationswissenschaftler zu der Schlussfolgerung kommen, dass „[d]ie ausgeprägten und direkten Darstellungen der Leichen im Tatort gleichzeitig ein Ausdruck der Profanisierung des Todes in der Gesellschaft“ sind.

Six feet under

„Die älteren Darstellungen des Todes im Fernsehen werden nicht ersetzt, sondern erweitert. Die neue Sichtbarkeit des Todes geht einher mit der »Bildung« des Wissens über den Tod“, schreibt Tina Weber und verweist dabei vor allem auf die US-Erfolgsserie Six feet under. „Six Feet Under – Gestorben wird immer“, erdacht von Alan Ball (der derzeit mit ‚True blood‘ für Furore sorgt) lief in den USA von 2001-2005 und beschreibt das Leben von Familie Fisher, die ein Bestattungsunternehmen führen. Nach dem Tod des Vaters Nathaniel sollen sein schwuler (aber zunächst nicht geouteter) Sohn David und der abenteuerlustige Nate das Familienunternehmen weiterführen.

Doch der Tod ist hier – anders als bei CSI und Co. – nicht nur der Ausgangspunkt für Ermittlungen oder forensische Untersuchungen. Vielmehr geht es um das Leben, die Liminalität und den Tod, was bereits die Eröffnungssequenz zeigt:

Wie Kim Akass und Janet McCabe herausarbeiten, findet sich im Intro eine Vielzahl von klinischen und forensischen Bildern, aber eben auch mystische Darstellungen: Die sich trennenden Hände, Raben und Grabsteine sind ein Kontrast zu den Tupfern und Einbalsamierungsflüssigkeiten. Und diese Kontraste werden in der Serie immer weiter fortgeführt: Im Piloten werden die Erzählstränge durch amüsante und satirische Werbeclips zu Leichenwagen aufgelockert, was ab der zweiten Episode durch einen einführenden Todesfall ersetzt wird. Auch dieser kann teilweise überraschend und amüsant sein: So wird etwa ein in der 5. Staffel ein Mann von seinem eigenen Auto überrollt, während er sich aus der Wagentür lehnt um eine Zeitung aufzuheben.

Gleichzeitig aber bildet der sterile ‚prep room‘, in dem die teilweise schlimm zugerichteten Leichen wieder hergerichtet werden einen von der Öffentlichkeit versteckten Blick auf die Arbeit an dem toten Körper. So erfährt der Zuschauer aber auch, wie nach dem Tod mit den Leichen umgegangen wird. Wie eine Studie beweist, kann die Rezeption von Six feet under dabei helfen, dass die Angst um den Umgang mit dem Körper nach dem Tod vermindert wird.

Aber ähnlich wie der Tatort in Deutschland stellt ‚Six feet under‘ auch einen Spiegel im Umgang mit dem Tod da: Vom Konkurrenz-Kampf der Bestattungsunternehmen bis hin zur Darstellung der Auswahl an Särgen wird der Versuch unternommen, dem Sterben und der Trauer ein realistisches Gesicht zu geben.

 

Foto: kaibieler / photocase.com