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„Angst tötet Kreativität“ – MeWi-Talk mit Oliver Häußler

In unserem Format „MeWi Talk mit“ treffen wir uns mit einer Person rund um das Institut für Medienwissenschaft der Uni Tübingen. Dieses Mal mit Oliver Häußler, Journalist und Redaktionsleiter des Tübinger CampusTV. Im Interview mit Amelie Hambrecht spricht er über das Zitat „Angst tötet Kreativität“, das kollegiale Du und Chancen für angehende Medienpraktiker.

Phrasen-Schwein

Die 10 schlimmsten Phrasen

Absolut verführerisch, wenn man selber textet, und doch grottig, wenn man es dann selber lesen soll: Das sind Phrasen. Füttert nicht das Phrasen-Schwein und haltet euch fern von diesen 10 ausgelutschten Floskeln!

Das Internet und die Kinder

von Pia Neef

Das Internet ist wie ein Rummel: Es gibt für jeden etwas – aber auch Pornographie und Gewalt. Für Kinderaugen ist das nicht geeignet. Wie kann man Kinder besser über die Gefahren des Internets aufklären und zugleich davor schützen?
Mit solchen und anderen Fragen setzt sich Siegfried Schneider, der neue Vorsitzende der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) der Landesmedienanstalten seit Mitte Dezember 2011 auseinander.
Die Kommission versucht Kinder und Jugendliche vor Inhalten zu schützen, die ihrem Entwicklungsstand nicht entsprechen. Der Aufgabenbereich erstreckt sich vom Rundfunk, Print- und Tonträger, über das Internet bis zu Computerspielen und Filmen. Eine Aufgabe der KJM ist unter anderem die Bewertung und Beurteilung von möglichen Verstößen gegen den Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV). Als Siegfried Schneider den Vorsitz in der KJM übernahm, sagte er:

„Der Jugendmedienschutz steht in der globalen und konvergenten Medienwelt vor großen Herausforderungen. Die KJM wird weiter alles dafür tun, die Risiken des Medienkonsums für Heranwachsende wirksam zu reduzieren.
Kinder und Jugendliche sollen von den Chancen der neuen Medien profitieren können. Deshalb brauchen wir – allem voran für den Abenteuerspielplatz Internet – wirksame Schutzmechanismen und Regeln, an die sich Anbieter halten müssen.“

Diese Forderung ist jedoch schwer zu erfüllen, da das Internet kein geschlossener und kein leicht kontrollierbarer Raum ist. Nach der Ansicht von Sandra Fleischer, Medienpädagogin und Leiterin der Erfurter Geschäftsstelle von Ein Netz für Kinder, kann man das Internet nicht sicher machen. Regelungen auf globaler Ebene durchzusetzen ist ein Ding der Unmöglichkeit, denn jedes Land hat eine andere Gesetzgebung.

Kindergerechte Internetprojekte in Deutschland

Auf nationaler Ebene in Deutschland hat die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter (FSM) für ihre Mitglieder, zu denen unter anderem die Vznet Netzwerke wie StudiVZ  gehören, einen Verhaltenskodex in Social Communities eingeführt. Er verpflichtet die Unternehmen darauf die User stärker vor Cybermobbing zu schützen.
2007 wurde in Zusammenarbeit von Politik, Medien- und Telekommunikationsunternehmen sowie dem Jugendmedienschutz die Initiative Ein Netz für Kinder ins Leben gerufen. Das Ziel dieser Initiative ist die Schaffung eines kindgerechten und sicheren Surfraum. Durch fragFINN.de wurde dieses Ziel realisiert.
Dieses Portal ermöglicht das Aufrufen von für Kinder unbedenklichen Websites, die zuvor von einer Redaktion überprüft worden sind. Das Angebot umfasst unter anderem eine Kindersuchmaschine. Zusätzlich können Eltern durch eine Kinderschutzsoftware andere Seiten für ihren Nachwuchs sperren lassen.
Das neuste Vorhaben der Familienministerin Kristina Schröder (CDU) ist die Einrichtung eines Internet-Kinderschutzzentrum. Sie will damit einen besseren Schutz der Kinder und Jugendlichen im Netz vor Mobbing und Missbrauch gewährleisten.
Ein Teil des Kinderschutzzentrum im Internet soll ein zentraler Notrufbutton sein. Fühlen sich Kinder durch den Inhalt von einer Website bedroht oder sind davon schockiert, sollen sie dies melden können und Hilfe erhalten.
Die Idee von einer Meldestelle für bedenkliche Inhalte ist nicht neu. Es existiert bereits einen Art Notrufbutton, die Internet-Beschwerdestelle. Jedoch werden an dieser häufig ihre Missbrauchsmöglichkeiten kritisiert.
Durch das Angebot Surfen ohne Risiko soll der für Kinder geschützte Surfraum erweitert werden. Die Website bietet den Eltern auch Unterstützung und Hilfe an, wie sie ihr Kind an das Internet heranführen.  Beispielsweise können die Kinder dort in spielerischer Form den Umgang mit dem Internet lernen.
Desweiteren will Kristina Schröder die Eltern durch eine Aufklärungskampagne über die technischen Möglichkeiten des Jugendschutz für diese Themen sensibilisieren.

Die Vermittlung von Medienkompetenz ist auch eine Aufgabe der Eltern

Die Eltern spielen bei der Heranführung des Nachwuchs an das Medium Internet eine wichtige Rolle. Sie stehen in direkter Kommunikation und Interaktion mit dem Kind und können als Unterstützung auf die Angebote der Politik zurückgreifen. Ihre Aufgabe besteht darin die Kinder schrittweise mit dem Medium vertraut zu machen. Die Kinder sollten das Internet nicht als Schreckensbild wahrnehmen. Sondern man sollte ihnen einen kritischen Blick auf das Internet z.B. im Hinblick auf den Datenschutz vermitteln und die Vorteile des Internet mehr in den Vordergrund rücken.
Der Direktor des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg Wolfgang Kraft ist überzeugt, dass es keinen Sinn hat das Internet vor den Kindern zu verschließen. Da sie sich dann eben außer Haus Zugang zum Internet verschaffen werden, z.B. bei Freunden.
Man muss den Kindern Medienkompetenz vermitteln, damit sie sich später alleine im Internet-Dschungel bewegen können und sich bestimmten Gefahren bewusst sind. So sagt KJM-Chef Wolfgang Kraft: „Es geht nicht um die Gefahren. Die Chancen, die sich eröffnen sind riesig- man muss darauf vorbereitet sein.

Foto: flickr/Paul Mayne (CC BY-NC-SA 2.0)

Facebook Party

Experiment

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Sherlock Holmes 2.0

Aktuelle und brisante Vorlage für den Fall von Holmes und Watson ist der Datenklau-Skandal von
Sony, bei dem von mehr als 80 Millionen Kunden private Daten – wie etwa auch Bankzugänge –
gestohlen wurden. Beschuldigt wird die Hackergruppe Anonymous.

In unserem Film trägt das betroffene Unternehmen in Anlehnung an die reale Firma Sony den Namen
Ynos. Der Ynos-Chef bittet die Detektive um Unterstützung, denn sie sollen herausfinden, wer hinter
den Hackerangriffen steckt. Im Film wird die Thematik der „digital immigrants“ und „digital natives“
aufgegriffen, wobei Sherlock Holmes den „immigrant“ verkörpert, der die Nutzung neuer Medien
erst lernen muss, während der „native“ Watson mit den neuen Medien aufgewachsen und somit
bereits bestens mit ihnen vertraut ist.

Während Holmes sich dementsprechend der traditionellen Mitteln bedient, versucht Watson sein
Glück auf dem digitalen Weg.

Um dem Zuschauer Interaktivität zu ermöglichen, sind die Filmsequenzen so zusammengestellt, dass
der Rezipient vier verschiedene Möglichkeiten zum Abspielen des Films hat:

So kann der Zuschauer 1. nur dem Ermittlungsweg von Sherlock Holmes folgen, 2. nur Dr. Watson
bei der Lösung des Falls begleiten, 3. den Film mit beiden Ermittlern als Gesamtes abspielen
oder 4. zwischen den beiden Ermittlern hin und herswitchen – da sie sich trotz unterschiedlicher
Lösungswege immer auf dem gleichen Stand befinden.